EXTRA TIPP verlost einen Platz

Spessart Camp: „Du darfst keine Pussy sein“

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Barbara Wellmann mit einer selbst gebauten Säge im Spessart Camp.

Region Rhein-Main – Es ist der Hardcore-Abenteuer-Kick in der Region: Das Spessart Camp. Eine Woche leben die Teilnehmer von Kamerateams begleitet nur mit dem Nötigsten im Wald. Barbara Wellmann  war 2013 mit dabei. Von Norman Körtge 

„Du darfst keine Pussy sein!“ Es klingt hart, wie Barbara Wellmann eine Grundvoraussetzung für das Spessart Camp im Februar nennt. Auch wenn die Offenbacherin dabei lacht. Aber die 34-Jährige weiß, wovon sie redet. Vor einem Jahr gehörte sie zu den Teilnehmern des Spessart Camps. Es soll auch hart klingen. Denn Kälte, wenig Schlaf, Hunger und kräfteraubende Aufgaben führen die Abenteurer – Frauen wie Männer – an ihren Grenzen. Körperlich und seelisch.

In der Wildnis, ohne Komfort

Interessiert-skeptischer Blick von Barbara Wellmann (rechts), als sie gezeigt bekommt wie ein Hahn ausgenommen wird.

Am härtesten seien die ersten beiden Tage gewesen, erinnert sich Wellmann. Nicht unbedingt wegen der frostigen Temperaturen, sondern einfach das Gewöhnen an das Leben im Wald ohne jeglichen Komfort wie Waschmöglichkeiten, bis es schließlich auch normal wurde, bei Einbruch der Dunkelheit schlafen zu gehen. Und mit Normalität meint sie in diesem Fall, dass sie in den Überlebensmodus schaltete. Klingt drastisch. Aber: „Wenn man nicht so denkt, ist man im Spessart

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Dort hat sie unter realen Bedingungen von einem Überlebenstrainer gelernt, Hasen und Hähne zu schlachten und auszunehmen oder bei Minus 17 Grad komplett alleine eine Nacht im Wald zu verbringen – statt wie in den anderen Nächten mit der Gruppe.
Außerdem heißt es Schmerzen zu ertragen und bei einem kilometerlangen Orientierungsmarsch auch dann noch weiterzugehen, obwohl jeder Schritt weh tut und der Hunger groß ist. „Es ist zu 90 Prozent Kopfsache“, ist die Offenbacherin überzeugt, die sich im Vorfeld des Camps deshalb vor allem mental vorbereitete. „Ich habe vorher nicht den Umgang mit der Axt geübt. Schließlich darf man auch im Wald Frau sein“, sagt Wellmann keck. Auch habe sie nicht probeweise auf dem heimischen Balkon übernachtet.
Für das Camp beworben hatte sie sich, um eigene Grenzen kennenzulernen und weil sie schon immer so ein Überlebenstraining machen wollte, um die Natur für sich nutzen zu können.

Bilder aus dem Spessart Camp 2013

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So bewirbt man sich

Wichtigste Voraussetzung neben einer guten Gesundheit und Volljährigkeit ist, dass man zwischen dem 15. und 22. Februar Zeit haben muss, um beim Spessart Camp mitzumachen. Hinzu kommen ein oder zwei Vorbereitungstreffen, an denen unter anderem die Kleidung anprobiert wird. Wer sich zutraut, acht Tage lang unter freiem Himmel in der Spessart-Wildnis zu leben und 3000 Euro in Gold gewinnen möchte, schickt eine E-Mail mit Foto und kurzem Bewerbungstext, warum sie oder er unbedingt ins Camp gehört, mit dem Betreff „Spessart Camp“ an gewinn@extratipp.com. Einsendeschluss ist Montag, 20. Januar, um zwölf Uhr.

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