Waffenausbildung durchlaufen?

An Kampfeinsätzen beteiligt: 28-Jähriger vor Gericht

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Frankfurt - Ein weiterer mutmaßlicher islamistischer Terrorist steht von Mitte Juni an in Frankfurt vor Gericht. Der Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht (OLG) habe das Hauptsacheverfahren gegen einen 28-jährigen Deutsch-Marokkaner eröffnet.

Nach Angaben des OLG soll er der radikalen Al-Nusra-Front angehören, dem syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Der Generalbundesanwalt wirft ihm vor, eine Waffenausbildung durchlaufen und dadurch eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

Der in Deutschland geborene und aufgewachsene Angeklagte ist nach den Ermittlungen im Jahr 2013 über die Türkei nach Syrien gereist, um am militanten Dschihad (Heiliger Krieg) teilzunehmen. Dafür soll er sich der Al-Nusra-Front angeschlossen haben und an Kampfeinsätzen beteiligt gewesen sein. Ende Juni 2014 kehrte der Angeklagte nach Deutschland zurück. Er wurde im Oktober in Frankfurt verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die militant-religiöse Al-Nusra-Front verfügt den Angaben zufolge über bis zu 6000 Kämpfer, die einen "Gottesstaat" unter anderem auf dem Gebiet des Irak und Syriens errichten wollen.

dpa

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