Der Kreisel kommt weg

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Oberbürgermeisterin Petra Roth und Oberbürgermeister Horst Schneider unterschrieben am Montag im Römer einen fünfseitigen Vertrag.

Offenbach/Frankfurt – Im Zuge des Neubaus der Europäischen Zentralbank und dem Bau der Mainbrücke-Ost haben sich Offenbach und Frankfurt geeinigt: Der Kreisel am Kaiserlei kommt weg. Dafür entstehen zwei getrennt geführte Kreuzungen. Von Silke Gottaut

Schöner Kontrast bei der historischen Vertragsunterzeichnung im ehrwürdigen Frankfurter Römer: Während Offenbachs Oberbürgermeister mit einem zumindest dem Anschein nach hochwertigen Füllfederhalter seine Unterschrift gibt, signiert seine Frankfurter Kollegin Petra Roth mit einem orangenen Plastikkuli das Vertragswerk. Für das Resultat jedoch ist Feder oder Mine unerheblich – denn durch ihre jeweiligen Autogramme rücken Offenbach und Frankfurt städtebaulich enger zusammen.

Umbau kostet 30 Millionen Euro

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Kaiserlei soll zur Kreuzung werden

Der jetzt schon überlastete Kaiserlei-Kreisel wird durch zwei unabhängige Kreuzungen ersetzt. Diese sollen 20 Prozent mehr Kapazität für den vielen Verkehr haben. Der Umbau kostet etwa 30 Millionen Euro und beginnt voraussichtlich nächstes Jahr.

Der Clou an der Geschichte ist, dass Offenbach keinen Euro für den Umbau bezahlt“, freut sich Schneider. Denn 22 Millionen Euro übernehmen der Bund und das Land Hessen. Die restlichen Kosten trägt Frankfurt. Unter anderem hat Frankfurt der Stadt Offenbach ein 5200 Quadratmeter großes Grundstück im Wert von fünf Millionen Euro abgekauft. Dieses bleibt aber Eigentum der Stadt Offenbach. Es darf von Frankfurt bebaut werden, aber die Gewerbesteuereinnahmen kassiert Offenbach. Dort könnte auch eine Mehrzweckhalle gebaut werden.

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