Aus alten Regenschirmen

Jungdesigner Radamés Eger macht Mäntel für Obdachlose

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Jungdesigner Radamés Eger aus Frankfurt sammelt kaputte und alte Regenschirme, um Obdachlosen zu helfen.

Frankfurt – Radamés Eger bastelt nicht nur gerade an seiner ersten Modekollektion, sondern findet auch noch Zeit kaputte Regenschirme zu sammeln. Daraus macht der Frankfurter Regenmäntel für Obdachlose. Von Angelika Pöppel

„Ich hasse Müll“, sagt der Frankfurter Jungdesigner Radamés Eger. Deshalb versucht er mit seiner Mode alte Stoffe oder ganze Kleidungsstücke zu recyceln. Raus kommen dann so ungewöhnliche Accessoires wie eine Tasche, die auch eine Hose sein kann oder ein Rucksack mit eingebauter Kapuze. „Man muss nicht immer alles wegschmeißen“, ist Eger überzeugt. Diese Idee zieht sich wie ein roter Faden durch seine Entwürfe und durch seine aktuelle Kollektion, an der er fleißig schneidert.

Drei Schirme braucht er für einen Mantel

Sein neuester Streich sind Regenmäntel aus alten Schirmen. „Der Stoff eignet sich perfekt“, sagt er. Die Mäntel will er mit Hilfe der Frankfurter Bahnhofsmission und anderen Organisationen an Obdachlose verteilen. „Ich habe mich mit einem Obdachlosen unterhalten, ein Bierchen getrunken und dann bat er mich um einen Pullover – so ist die Idee entstanden.“ Deshalb sammelt der gebürtige Brasilianer zurzeit alte und kaputte Regenschirme. Allerdings benötigt er gleich drei Schirme für einen Mantel, der zusätzlich gefüttert wird. Vorgenommen hat er sich 30 Mäntel – also einen Monat Arbeit. Doch dem 30-Jährigen fehlt das Material.

Deshalb hofft er auf Hilfe. Wer einen Regenschirm abzugeben hat, kann sich an den Jungdesigner wenden! E-Mail-Adresse: Radames-Eger-Couture@ok.de.

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