Jung-Designerin fordert: Frankfurter, traut euch mehr!

+
Es darf bei Antonia Jurcevic durchaus ausgefallen sein, wie dieses von ihr entworfene und geschneiderte Kleid zeigt.

Frankfurt – Nicht Mailand, Paris oder New York interessieren Antonia Jurcevic. Für Frankfurt schlägt das Herz der Jung-Designerin, und hier will sie sich auch mit ihrer Arbeit und ihrem eigenen Mode-Label „Tonia“ verwirklichen. Doch sie weiß, dass die Mode in der Finanzmetropole eher angepasst und eintönig ist. „Ein bisschen mehr Farbe und bei den Frauen mehr Weiblichkeit könnte nicht schaden“, sagt die 23-Jährige und fügt hinzu: „Die Frankfurter sollten modisch mehr Mut haben.Von Jennifer Dreher

Sie selbst macht es vor. Ihre hohen Schuhe mit Peep-Toe, der die knallig lackierten Fußnägel hervorblitzen lässt, sind mit Nieten besetzt. Sie zeigt Dekolletee, trägt leuchtend roten Lippenstift. Obwohl sie keine Kleidergröße 34 hat, ist ihr Outfit körperbetont.

Ich finde es schade, dass sich so viele Frauen mit Größe 42 oder mehr verstecken“, sagt Jurcevic. Sie wünscht, dass mehr Frauen auch extravagante weibliche Mode tragen. Einen Hauch von Glamour versprüht das Mode-Atelier in der Heidestraße 31 in Bornheim bereits.

Ein roter Teppich empfängt die Kunden vor der goldfarbenen Eingangstür. Im Inneren erleuchtet ein Kronleuchter den schmalen Raum. In einem großen ebenfalls goldfarbenen Spiegel können sich die Kunden betrachten.

Weitere Infos über „Tonia“ unter www.toniaxtreme.de.

Erst seit einem Monat ist sie selbstständig und verkauft ihre Kleider, Korsagen und Maßanfertigungen. Die 23-Jährige kommt frisch von der Mannheimer Modeschule Brigitte Kehrer. Ihren Laden in der Modehauptstadt Berlin aufzumachen, kam ihr nie in den Sinn. „Für mich gab es nur eine Stadt, in der ich Mode machen will“, verrät sie: „Ich bin eben ein Frankfurter Mädchen.“ Und deswegen will sie von Bornheim aus für eine modische Revolution sorgen.

Die passenden Tipps für den modischen Winter hat sie bereits: „Männer tragen Karos oder schwarze Rollkragenpullis“, rät Jurcevic. Für Frauen gäbe es zwei Stilrichtungen: Die weiche und die strenge Linie. „Frauen sollten schlichte, gerade schwarze Kleidungsstücke tragen, diese aber mit dicken Klunkern ruhig auch in Neonfarben aufpeppen“, verrät sie. „Frauen sollten ihre Taille betonen, egal ob dick oder dünn“, fügt sie hinzu. Auch Bein darf Frau zeigen – in engen Leggins mit den passenden Boots.

Die Designerin näht alles selbst.

Die weiche Linie besteht aus fallenden, leichten Stoffen, die miteinander kombiniert werden. „Das ist eher etwas für den Alltag“, sagt die Frankfurterin. Wer ausgeht sollte auf dem Weg in den Club allerdings einen dicken Mantel tragen, denn das kleine Schwarze, kurze Kleider und dünne Stoffe, sind im Nachtleben angesagt – dazu dürfen Pumps oder High Heels nicht fehlen. „Momentan wird mehr wert auf die Schuhe gelegt“, weiß Jurcevic: „Es gibt so ausgefallene Modelle wie noch nie.“ Und davon sollte Frau gleich mehrere im Schrank stehen haben. „Ich habe wie wahrscheinlich jede Frau einen Schuh-Tick“, gesteht die Rothaarige. Ihre Sammlung füllt zwei Schränke: „Schuhe und Mode gehören eben zusammen“.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare