Für schlechten Start in denSommer entschädigt

Juli-Hoch bringt Freibädern der Region Besucherrekorde

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Pünktlich zum Start der Sommerferien wurde das Wetter heiß und trocken. Darüber freuen sich auch die Schüler aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Region Rhein-Main – Nachdem der Sommer in Deutschland nur langsam in Fahrt gekommen ist, gibt es seit Anfang Juli Sonne satt. Für die Freibäder bedeutete das Juli-Hoch volle Parkplätze, Becken und Liegewiesen. Von Fabienne Seibel

„Seit Anfang Juli läuft es bei uns bombastisch. Wenn das Wetter so beständig ist, ist es bei uns fast jeden Tag proppevoll“, sagt Oliver Urban vom Waldschwimmbad Rosenhöhe in Offenbach. Der Badleiter freut sich über die hohen Temperaturen und den Sonnenschein. Der bisher beste Tag des kleinen Waldschwimmbads war bisher jedoch der 19. Juni, an dem 3400 Badegäste das kühle Nass suchten. „So ein Ergebnis ist für uns sensationell“, sagt Urban. Auf weiteren Ansturm hofft er nach den Sommerferien. „Bei gutem Wetter ist es sogar meistens so, dass wir nach den Ferien und dem Fastenmonat Ramadan noch einen kleinen Besucheranstieg haben.“

Nach Ramadan und Sommerferien noch mehr Besucher erwartet

Auch für das Freibad Dieburg könnte es trotz dem schlechten Frühsommer noch eine gute Saison werden. „Wenn der August genauso wird wie im vergangenen Jahr, kann das noch eine gute Saison werden“, so Wolfgang Storck vom Dieburger Freibad. Seit Saisonbeginn zählte Dieburg 55.000 Freibad-Besucher. „Unsere Dauerbadegäste sind uns auch bei schlechterem Wetter treu geblieben“, sagt Storck. Mit durchgehend 24 Grad Wassertemperatur hofft Storck darauf, auch bei nicht ganz optimalem Wetter weiterhin viele Badegäste kommen.

Alle Rekorde gebrochen

Das Dietzenbacher Waldschwimmbad hat allein mit dem heißen Juli den verregneten Mai und unbeständigen Juni wieder wettgemacht. „Seit Saisonbeginn besuchten 61.502 Leute unser Freibad“, so Susanne Silz vom Dietzenbacher Waldschwimmbad. Seit Beginn der Besucheraufzeichnungen im Jahr 2001 hat der diesjährige Juli mit 42.777 Besuchern sogar die bisherigen Rekorde in Dietzenbach gebrochen. „Wir waren trotz des schlechten Wetters im Mai gar nicht so beunruhigt, weil der Mai in den vergangenen Jahren auch nie berauschend war, wir aber in den Folgemonaten immer genügend Besucher hatten. Es gab Sommer, da hatten wir insgesamt nur um die 27.000 Besucher, von daher können wir mit dieser Saison zufrieden sein“, sagt Silz. Auch für den August ist sie optimistisch: „Wenn sich das Wetter hält, könnten wir im August noch weitere Besucherrekorde knacken.“

Im August weitere Rekorde knacken

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In Hanau ist es auch bei schlechtem Wetter möglich, unbeschwert baden zu gehen. Neben den beiden Freibädern haben auch Hanaus Hallenbäder im Sommer geöffnet. „Da der Mai so grotten schlecht war, ist das für uns ein großer Vorteil, denn wenn die Leute nicht ins Freibad gehen, kommen sie eben ins Hallenbad“, sagt Doris Räuber, Geschäftsführerin der Hanauer Bäder. Zwar habe der nasse Mai zu einem finanziellen Minus beigetragen, doch die geöffneten Hallenbäder und der heiße Juli konnten vieles ausgleichen. „Wegen dem schlechten Start in den Sommer haben wir zu Saisonbeginn nur eines unserer Freibäder, das Heinrich-Fischer Bad, geöffnet. Erst im Juni haben wir das Lindenau Bad dazugenommen. Der Juli hat aber unser Minus wieder reingeholt“, sagt Räuber.

In den vergangenen Wochen freuten sich die Hanauer Freibäder über Spitzentage mit bis zu 4.500 Besuchern, doch Räuber bemerkt: „Auch dieses Jahr hat uns wieder gezeigt, dass wir unsere Öffnungszeiten der Entwicklung des Wetters anpassen müssen. Aber man muss das Beste draus machen.“

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