Jetzt wird ein Fass aufgemacht

Von Axel GrysczykOffenbach - Matthias Federau wollte die rauchenden Besucher seines Lokals nicht im Regen stehen lassen.

Und deswegen hat der Wirt des Ausfluglokals "Zur Käsmühle" ein rund 100 Jahre altes Weinfass gekauft und vor das Lokal gestellt - als abgetrennten Raucherraum.

Von der Idee ist Federau schon lange fasziniert: Ein uriges Weinfass als zusätzlichen Raum. Das Rauchverbot hat die Umsetzung der Idee vorangetrieben. Und dann endlich hat er vor ein paar Wochen in Baden-Baden sein Fass gefunden. Doch das dort zuletzt als Gartenlaube dienende 15.000-Liter-Fass musste zunächst erstmal transportiert werden. 2,2 Tonnen istâ??s schwer und wegen seiner Abmessungen passt es durch keinen Autobahntunnel. Einen ganzen Tag lang hat der kostspielige Schwertransport von Baden-Baden an den Platz zwischen Lokal und Biergarten in Bieber gedauert. "Ich wollte etwas Nettes anbieten. Die Raucher sollten nicht vor dem Lokal in der Kälte stehen", sagt Federau.

Der 36-Jährige, selbst starker Raucher, erklärt die Notwendigkeit des zusätzlichen Raumes. "Hätte ich eine meiner Themen-Stuben als seperaten Raucherraum ausgewiesen, geht mir dieser Platz für größere Feiern verloren. Das kann ich mir als Ausflugslokal nicht leisten", erklärt er. Und trotzdem ist sein Bestreben gewesen, den Rauchern ein Angebot zu unterbreiten. Jetzt hofft er, mit seinem Fass die Lösung gefunden zu haben.

Ein Tisch steht im Fass, sieben kleinere Weinfässer dienen als Sitzgelegenheit und insgesamt zwölf Raucher finden dort Platz. Ein Heizgerät sollâ??s im Winter mollig warm machen.

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