Ein Offenbacher im Bahnhofsviertel 

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Neuer Kosmos im Bahnhofsviertel: Der Offenbacher DJ Ata hinter der Theke seiner neuen Bar „Plank“, die dem verstorbenen deutschen Musikproduzent und Toningenieur Konrad „Conny“ Plank gewidmet ist.

Frankfurt – Normalerweise lässt es die Offenbacher DJ-Größe Ata hinter den Plattenspielern der ganzen Welt krachen. Jetzt hat er den Platz auf der DJ Kanzel mit dem hinter der Theke eingetauscht und eine Bar im Frankfurter Bahnhofsviertel eröffnet. Von Mareike Palmy

Der Mitbesitzer des Robert Johnson scheut sich nicht einen neuen Kosmos zwischen Bordellen, Junkies und Pennern zu schaffen: „Ich will hier neue Impulse schaffen, und den Döner-Buden Paroli bieten“, sagt der 42-Jährige Label-Betreiber und Produzent. „Ich liebe das Viertel, es ist der einzig kosmopolitische Ort in ganz Frankfurt, deshalb muss man sich trauen hier was auf die Beine zu stellen“, erklärt.

Und sein neuestes Projekt kann sich sehen lassen. „Plank“ ist anders. Die Eck Party-Café-Bar ist modern und ganz klassisch gestaltet. Schwarze, kahle Wände lassen Platz für Kreativität. Bei DJ Ata gibt es keine hippen Cocktails, sondern Bio-Säfte, kleine Gerichte und hausgemachten Kuchen. Erst ab 19 Uhr wird Alkohol ausgeschenkt. „Das soll hier keine Spilunke werden“, so der Gastgeber.

Ganz in der Tradition des Robert Johnson Sounds wird es auch im „Plank“ an manchen Tagen ordentlich laut. „Wir haben zwar die Baby-Ausführung der Anlage aus dem Robert, aber namenhafte DJ Freunde werden es scheppern lassen“, so DJ Ata.

Die elektronische Musikszene kann gespannt sein, wer als erstes ein Stell-Dich-ein hinter dem Plattenspieler gibt, denn angekündigt werden die Events nicht.

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