Jehovas finden Anschluss

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Hans Peter Salzer zeigt mit dem Schriftzug „Gottes Königreich komme!“ das Motto der Veranstaltung.

Frankfurt – Ein Stadion wird zum Gotteshaus. Zumindest für dieses Wochenende ist die Commerzbankarena Glaubensmittelpunkt für die Zeugen Jehovas. Dabei suchen nicht alle Teilnehmer nur nach frommen Worten. Von Andreas Einbock

Mit über 20.000 Teilnehmern rechnet Hans Peter Salzer für den dreitägigen Kongress der Glaubensgemeinschaft. Die werde oft aus übertriebener Angst und verstecktem Neid als gefährlich angesehen, so der Organisator. „Wir gehen eben aktiv auf passive Christen zu und machen auf uns aufmerksam“, sagt Salzer, der im weltlichen Leben sein Geld als Sachbearbeiter verdient. Und das müsse er auch nicht abgeben, widerspricht er einer weit verbreiteten Meinung.

"Kein Heiratsmarkt"

Der Kongress wird in deutscher und englischer Sprache veranstaltet und zählt zu einem der deutschlandweit 30 regionalen Treffen der Glaubensgemeinschaft im Jahr. Neben Fachvorträgen, Hörspielen und Theaterstücken wird es auch Taufen geben. „Bisher haben sich etwa 150 Täuflinge angemeldet“, sagt Salzer und verwiest auf das diesjährige Jubiläum: „Wir haben in Frankfurt 27 Gemeinden und feiern in diesem Jahr 100-jähriges Jubiläum.“

Der Kongress ist öffentlich bei freiem Eintritt.

Einem anderen Vorurteil begegnet der Organisator mit einem Lächeln. „Wenn jemand hier Anschluss sucht, kann man den bestimmt auch finden. Gleiche Interessen verbinden nun mal. Aber einen Heiratsmarkt gibt es nun wirklich nicht“, sagt Salzer. Doch: Er selbst habe seine Frau bei einem Kongress gefunden.

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