Deutschlandweit bekanntes Jazz-Fest

34. Zulu's Ball: Schwalbacher rufen Jazz-Fest ins Leben

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Die Plakate sind gedruckt, bald findet wieder der in Schwalbach berühmte Zulu’s Ball statt.

Schwalbach  – Sie sind Jazz-Fans durch und durch, daher haben vor 39 Jahre mehrere Schwalbacher Bürger gemeinsam mit dem Kulturkreis den Jazzclub ins Leben gerufen. Dort wird nicht nur gefachsimpelt, sondern einmal im Jahr auf dem Zulu’s Ball  kräftig gejazzt. Von Ingrid Zöllner 

Winfried Pieper ist einer der Bürger, der damals den Wunsch in die Wirklichkeit umgesetzt hat. „Wir sind kein Verein, sondern eine Arbeitsgemeinschaft des Kulturkreises“, erklärt er. Diese ist eine Tochtergesellschaft der Stadt Schwalbach. Im Kulturkreis können sich Bürger in verschiedenen, eigens initiierten Projekten ehrenamtlich engagieren, ohne einen Beitrag zu zahlen. „Daher haben wir auch keinen Vorstand“, erklärt Robert Herzog, der seit 18 Jahren mit von der Partie ist.

Einmal monatlich trifft sich der Club. Die Mitglieder fachsimpeln, laden Musiker ein, halten Vorträge und sehen sich Filme zum Thema Jazz an. „Mitunter gehen wir zu Konzerten, um uns selbst über neue Bandformationen zu informieren“, erzählt Wolfgang Haarmann.

Wer sich von dem Ball-Spektakel einen Eindruck verschaffen möchte, hat bald Gelegenheit dazu. Der nächste findet am Samstag, 22. Februar, ab 19 Uhr im Bürgerhaus Schwalbach statt. Informationen gibt´s unter www.liederbacher-jazzclub.de oder www.kulturkreis-schwalbach.de.

Rund fünf Mal im Jahr lädt der Jazzclub zu Veranstaltungen ein. Das größte Event ist der Zulu’s Ball. „Der findet dieses Jahr zum 34. Mal statt“, berichtet Pieper. Für gute Stimmung sorgen diesmal die „Original Zulu’s Brassband“, die sich aus allen auftretenden Musikern des Abends zusammensetzt sowie das „Swing Dance Orchestra“, die „Red Hot Hottentots“, Klaus Klilian  mit der „Matchbox Bluesband“, Jessica Born, die „Ludwig Seuss Band“, Michael van den Valentyn und zu guter Letzt Christoph „Boogie Wolf“ Steinbach.

Schwalbach ist eine beliebte Jazz-Hochburg

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Anke Kracke ist die Geschäftsführerin des Kulturkreises. Mit ihr stimmt der Jazzclub die einzelnen Veranstaltungen ab. „Wir arbeiten eng zusammen. Winfried Pieper zum Beispiel hat die musikalischen Kontakte, die Mitglieder kümmern sich selbst um Einladungen, Werbung und so weiter“, erklärt Kracke. Sie hat das Amt vor 16 Jahren übernommen. „Mein erster Arbeitstag war kein Montag, sondern ich habe direkt an einem Samstag damals den Zulu’s Ball eröffnet“, erinnert sie sich. Schwalbach habe sich mit der Zeit zu einer Jazz-Hochburg entwickelt. „Viele reisen zum Ball aus ganz Deutschland an, einfach weil diese Veranstaltung so besonders ist. Es ist eben nicht nur ein Konzert, die Menschen können hier auch tanzen. Außerdem gibt es drei verschiedene Performance-Orte im Bürgerhaus“, weiß Kracke. Weil es aber auch viele Jazzevents in Liederbach gibt, sprechen sich die beiden Städte ab, um sich nicht gegenseitig das Publikum wegzunehmen.

Auch junges Publikum auf der Jazz-Party

Wer jetzt denkt, dass Jazz nur etwas für ältere Menschen ist, der täuscht sich. „Wir beobachten, dass zunehmend Jüngere Freude am Jazz haben“, berichtet Herzog. Was alle vier am Jazz lieben, ist die Spontanität. Natürlich hat jeder von ihnen einen Lieblingsstil. Pieper mag eigentlich alles, nur „beim Free-Jazz hört es auf, der ist mir zu aggressiv“. Haarmann hört gerne von New Orleans bis zur Grenze der Avantgarde, während Herzog die Pianisten bevorzugt. „Es ist jetzt aber nicht so, dass wir unsere Lieblingsstile bei den Konzerten durchsetzen. Wir schauen schon, was den Besuchern gefällt“, ergänzt Pieper.

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