Neu-Isenburg: Internettarif für Glasfasernetz wird teurer

Internet mit Lichtgeschwindigkeit

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Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (rechts) und Frank Bothe von der Telekom beim Spatenstich in der Goethestraße.

Neu-Isenburg – Für die Zukunft sind die Neu-Isenburger verkabelt. Denn in der Stadt verlegt die Telekom ein modernes Glasfasernetz. Als einzige Bürger in Hessen bekommen sie schnelleres Internet völlig umsonst. Aber nur fast: Denn der Internettarif wird sich dafür im nächsten Jahr erhöhen. Von Angelika Pöppel

„Neu-Isenburg ist jetzt schon für die Zukunft gewappnet“, sagt Katja Werz von der Telekom. Denn mit dem neuen Glasfasernetz sind Hochgeschwindigkeitsinternet, dreidimensionales Fernsehen und hochauflösende Filme problemlos übertragbar. Das Fernsehen und Internet werde sich noch stark entwickeln und darauf wolle die Telekom vorbereitet sein, erklärt Werz.

Doch für die Verlegung des Glasfasernetzes sind in Neu-Isenburg aufwändige Bauarbeiten notwendig: Über 450 Kilometer Glasfaser müssen verlegt und 70 neue Netzverteiler aufgebaut werden. Die Kosten in Millionenhöhe übernimmt die Telekom. Noch bis Ende diesen Jahres sollen rund 16.000 von 18.000 Haushalte mit dem neuen Anschluss versehen werden. Um die Wohnung oder das Haus an das Netz anzuschließen, braucht die Telekom vom Eigentümer bis zum 15. Juli die Zustimmung. Eine Wohnung oder eine Immobilie, die mit Glasfaser angebunden ist, sei bestens für die Zukunft gerüstet und steigere damit auch ihren Wert, so die Telekom.

Nachteil: Der Internettarif wird teurer. „Der Preis wird nur gering erhöht“, verspricht die Telekom. Dennoch ist die Stadt begeistert: „Wir freuen uns sehr, dass die Telekom Neu-Isenburg für den Ausbau ausgewählt hat. Der Glasfaserausbau bringt unseren Bürgern den bestmöglichen Zugang zum Internet und unterstreicht die Bedeutung Neu-Isenburgs als Wohn- und Wirtschaftsstandort“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel.

Hintergrund ist, das die Telekom wettbewerbsfähig bleiben will. Deshalb stattet das Unternehmen noch in diesem Jahr zehn Städte mit dem modernen Netz aus. Zwar werden schon vielerorts Glasfaserkabel verwendet, doch das letzte Stück bis zum Wohnungsanschluß, mussten die Daten in Kupferkabeln zurücklegen. Dabei werden sie schnell abgebremst und die Übertragung wird langsamer.

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