Nicht alle Städte und Gemeinden in der Region leisten sich einen Werbefilm

Imagefilme in der Region: Langen und Rödermark punkten, Münster nicht

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Der neu produzierte Imagefilm über Langen zeigt die Stadt aus aufregenden Perspektiven.

Kreis Offenbach – Knapp die Hälfte der Städte und Gemeinden im Kreis Offenbach und Darmstadt-Dieburg präsentieren sich in einem Werbefilm – mehr oder weniger professionell. Ein gutes Image wollen sie aber nicht um jeden Preis. Von Angelika Pöppel 

 Auch Städte im Kreis Offenbach haben den Trend zum Imagefilm längst entdeckt. Der Streber unter den Städten ist derzeit Langen: Der Imagefilm ist nagelneu, sechs Minuten lang und aufwendig produziert. Mit 3000 Euro Kosten ist er zudem ein Schnäppchen.

Der Imagefilm von Langen

Viele Städte präsentieren sich in bewegten Bildern – mal mehr, mal weniger professionell. Selbst die kleine Gemeinde Eppertshausen hat einen Imagefilm vorzuweisen. Die fünf Jahre alten Aufnahmen fangen mit spannender Musik an, ziehen sich aber dann sieben Minuten lang mit malerischen Bildern etwas in die Länge. Dafür ist jedes Jahr ein Jahresrückblick-Video im Rathaus erhältlich. Ähnlich monoton ist der drei Jahre alte Werbefilm der Gemeinde Münster. Ziel sei es die Gemeinde als attraktive Wohngemeinde im Herzen der Rhein-Main-Region zu repräsentieren, sagt Pressesprecherin Sabine Roth.

Der Imagefilm von Mainhausen

Positives Beispiel Rödermark und Mainhausen

Positives Gegenbeispiel: Rödermark. Trotz relativ kleiner Einwohnerzahl überzeugt die Stadt mit einem modernen Film, der mit schnellen Schnitten, schönen Bildern und kreativen Ideen besticht. „Wir haben die Gelegenheit während des Rödermark Festivals 2007 genutzt, um auf die Stadt aufmerksam zu machen“, sagt Thomas Mörsdorf aus dem Rathaus. Mainhausen kann sich ebenfalls mit einem professionellen Werbefilm aus dem Jahr 2012 sehen lassen. Sympathisch und freundlich präsentiert sich die Gemeinde und lässt ihre Bürger zu Wort kommen.

In Neu-Isenburg setzte sich der damals neue Bürgermeister Herbert Hunkel vor vier Jahren für einen Werbefilm ein. „Die Internetseite wird in Zukunft verbessert, aber ein neuer Film ist nicht geplant“, sagt Pressesprecherin Cornelia Doebel.

Der Imagefilm von Münster

 

Den meisten Städten und Gemeinden fehlt das Geld

Bei den meisten anderen Städten und Gemeinden hapert es allerdings am Geld. Etwa in Groß-Umstadt: „Wir haben leider kein Geld dafür, aber es gibt einen virtuellen Rundgang auf unsere Homepage“, sagt Pressesprecher Reiner Michaelis. Dietzenbach muss ebenfalls verzichten: „Es gibt nur ein Filmchen von wenigen Minuten“, sagt Detlev Kindel vom Presse- und Öffentlichkeitsamt unzufrieden. Auch Offenbach präsentiert sich nicht in einem Video – aus Kostengründen, heißt es. Genauso ist es in Hainburg, Rodgau, Dieburg, Obertshausen, Mühlheim, Schaafheim und Messel. Ein Film über Heusenstamm ist ausschließlich im Rathaus für fünf Euro erhältlich.

Ein Luxus-Problem hat nur Seligenstadt. Ilka Flauke  vom Öffentlichkeitsamt: „Wir verzichten auf einen Imagefilm, da wir tatsächlich keine Werbung brauchen.“

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