Hund hört nicht auf Besitzer und schubst kleines Mädchen

+
Freilaufende Hunde sind am Reinheimer Teich nicht erlaubt. Ranger wachen jetzt über die Anleinpflicht.

Reinheim  - Auf dem Rundweg des Naturschutzgebietes „Reinheimer Teich“ müssen Hunde angeleint werden. Darauf weist die Stadt hin. Erst vor wenigen Tagen gab es einen Vorfall mit einem uneinsichtigen Hundehalter. Von Norman Koertge

Das rund 75 Hektar große Schutzgebiet „Reinheimer Teich“ ist Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Jedes Wochenende zieht das beliebte Naherholungsgebiet zahlreiche Besucher an. Hinweistafeln informieren über das Gebiet, Fauna, Flora und Regeln, die von den Besuchern zu beachten sind. So wird darauf hingewiesen, dass Hunde grundsätzlich anzuleinen sind. Vielen Hundebesitzern ist dies offenbar nicht bekannt oder bewusst. Freilaufende Hunde zerstören Nester von bodenbrütenden Vögeln und versetzen andere Tiere in Stresssituationen.

Freilaufende Hunde sind Gefahr für die Natur

Aber nicht nur für Wildtiere sind die Hunde eine Gefahr. Vor einigen Tagen erst ging beim Reinheimer Ordnungsamt eine Beschwerde wegen eines freilaufenden Hundes ein. Das sehr große nicht angeleinte Tier wurde von seinem Halter intensiv zum Spielen verleitet. Ein in der Nähe laufendes Kind wurde vom wild umherspringenden Hund in spielerischer Absicht mehrmals angeschubst. Der Hund reagierte nicht auf das Zurufen seines Halters und musste durch Dritte zurückgehalten werden. Der Hundebesitzer legte sein Tier erst nach Aufforderung an die Kette und zeigte sich uneinsichtig.

Hunde an die Leine!

Wie das Forstamt Dieburg mitteilte, ist im Naturschutzgebiet zukünftig auch eine Naturschutzwacht eingesetzt, die über Ge- und Verbote informieren soll. Die im Auftrag des Landes Hessen eingesetzten Ranger dürfen bei besonderen Verstößen die Personalien von uneinsichtigen Hundehaltern aufnehmen.

Kommentare