Taunus-Kurstadt bewirbt sich bei UNESCO

Bad Homburg möchte Weltkulturerbe werden

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Kurstadt als Weltkulturerbe: Bad Homburg plant die Bewerbung bei der UNESCO vor.

Bad Homburg - Die Kurstadt im Hochtaunus plant bei der UNESCO eine Bewerbung zum Weltkulturerbe. In der Bewerbungskategorie „Great Spas of Europe“ versprechen sich die Stadt Bad Homburg sowie Oberbürgermeister Korwisi Chancen als Kurort mit historischer Bedeutung.

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Am Mittwoch, 12. März, lädt das Stadtarchiv der Taunus-Kurstadt Bad Homburg zum Vortag von Oberbürgermeister Michael Korwisi ein. Es ist der zweite Termin zur Bewerbung der Kurstadt als Weltkulturerbestandort. Die UNESCO teilt die Bewerber als Standorte des Weltkulturerbes in thematischen Kategorien ein. Derart verspricht sich Bad Homburg als Teil der Bewerberkategorie „Great Spas of Europe“ Erfolgschancen. In der nun kommenden Präsentation wird der Plan zur Bewerbung vorgestellt werden. Als Kurort oder sogenannte "Spa"-Stätte ist man anscheinend nur konkurrenzfähig, wenn man einen bedeutenden historischen Hintergrund aufweisen kann. In der Zeit zwischen 1840 und 1914 sieht sich Bad Homburg als ein „exklusiver Treffpunkt des europäischen Adels“, berichtet das zuständige Gremium in der aktuellen Pressemitteilung. So will die Kurstadt mit dem gepflegten Stadtbild, dem bekannten Kurhaus bis hin zur Umgebung der Altstadt um das Schloss punkten. Folgendermaßen wird argumentiert: „Die Epoche ist im Stadtbild Bad Homburgs bis heute an vielen Stellen, zum Beispiel im gut erhaltenen Kurpark, präsent.“

Vorteile für Tourismus und Stadtgeschichte im Vordergrund

Oberbürgermeister Korwisi betrachtet die angestrebte Aufnahme in die Weltkulturerbeliste für die Stadt auch unter Aspekt des Erhalts dieses Erbes: „Das UNESO-Weltkulturerbe wäre nicht nur etwas, womit man werben könnte, es würde uns verpflichten, unsere Bausubstanz zu erhalten.“ Zuvor wurde im vergangenen Oktober verkündet, dass das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Stadt Bad Homburg für die deutsche Liste der Bewerbungen um das Weltkulturerbe angemeldet habe. Nun müssen die Kreisstadt, Oberbürgermeister Korwisi und das zuständige Gremium sich auf den Besuch der Experten-Gruppe vom bekanntlich strengen Auswahlverfahren vorbereiten. Sie müssen auch die Bevölkerung davon überzeugen, denn der Rückhalt und die Meinung der Bewohner der Weltkulturerbestätten hat sich schon in anderen Fällen als relevanter Faktor herausgestellt. red

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