Bewohner haben Unkraut satt

Wohngesellschaft vernachlässigte monatelang Grünschnitt

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Heinz Schneider auf dem zugewucherten Parkplatz. Hinter ihm ist ein Auto zu sehen, dessen Motorhaube unter den Zweigen steht.

Frankfurt - Heinz Schneider  wächst der Ärger über den Kopf. Seine Wohnanlage  an der Schöffenstraße  ist so zugewuchert, dass Anwohner nicht mal mehr ihre Parkplätze nutzen können. Erst als der EXTRA TIPP bei der Wohngesellschaft nachfragt, kommt Bewegung in die Sache. Von Benjamin Geupel

Heinz Schneider schaut grimmig auf den Efeu, der mittlerweile solche Ausmaßen angenommen hat, dass er die Anwohnerparkplätze zuwuchert. „ So sieht es hier schon seit fast einem Jahr so aus. Ich habe noch Glück, weil ich meistens in der Tiefgarage parke, aber andere Anwohner haben dies weniger. Ihre Parkplätze sind so von Farn  und Efeu  zugewachsen, dass parken so gut wie unmöglich ist und sie gezwungen sind, auf der Straße zu parken“, sagt der 67-jährige Pensionär. Aber nicht nur die Parkplätze sind zugewuchert. Überall wo man hinsieht, sprießen Unkraut  oder Dornenbüsche.

Keiner fühlt sich verantwortlich

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Auch auf dem Spielplatz der Anlage wird das Bild nicht besser. Die Spielgeräte sind von Efeu und Moos befallen. Der Mülltonnen-Platz ist mit Efeu so bedeckt, dass die Tonnen fast nicht mehr zu sehen sind.
„Aber nicht nur der Wildwuchs hier ist ein Problem. Auch der Dreck in der Tiefgarage liegt schon seit mehreren Wochen herum, und keiner fühlt sich verantwortlich, ihn wegzuräumen“, sagt Schneider. Schon mehrmals habe er die Wohnungsgesellschaft ABG Holding  gebeten, den Unrat und den Wildwuchs zu beseitigen, doch jedes Mal sei nichts geschehen. „Die ABG Holding hat den Anwohnern jedesmal zugesichert, dass das so schnell wie möglich erledigt wird. Doch dann ist nichts geschehen“, sagt Schneider enttäuscht.

Plötzlich geht alles ganz schnell

Als der EXTRA TIPP die ABG Holding mit den Vorwürfen konfrontiert, schiebt diese die Schuld für den Wildwuchs den starken Regenfällen der vergangenen Wochen in die Schuhe. Außerdem sei die Pflege der Wohnanlage ein periodischer Zyklus und werde nicht jede Woche gemacht, sagt Kai Tahlmann von der ABG. Dennoch scheint Schneiders Protest gefruchtet zu haben. Schon einen Tag später rückt ein Gärtner-Kommando an und schneidet die Auswüchse wieder auf ein normales Maß zurück. Heinz Schneider ist froh: „Ohne Druck wäre da nie etwas passiert. Danke, EXTRA TIPP!“

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