Shorts at Moonlight

Hofheimer Film-Festival auf der Expo 2015 in Mailand

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Der Verein „Shorts at Moonlight“ hat seinen Sitz in Hofheim. Das gleichnamige Open-Air-Kurzfilmfestival zieht zwischen Mitte Juli und Mitte August bis zu 14.000 Zuschauer vor die Leinwände auf der Schlossterrasse in Frankfurt-Höchst, im Hofheimer Kreishauspark und im Mainzer Schloss.
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Hofheim – Große Ehre für „Shorts at Moonlight“: Deutschlands beliebtestes Kurzfilm-Festival wird auf der Weltausstellung Expo 2015 in Mailand elf Werke vorstellen. Drei Regisseure kommen aus Hessen. Von Dirk Beutel

Es ist Deutschlands beliebtestes Open-Air-Kurzfilmfestival. Zwischen Mitte Juli und Mitte August besuchten bis zu 14.000 Leinwand-Liebhaber vergangenes Jahr das Programm des Vereins „Shorts at Moonlight“, rund 600 pro Abend. Los ging alles 2003, jetzt zwölf Jahre später wächst das Festival weiter und zwar bis nach Mailand. „Wir sind offizieller Partner des Kulturprogramms des Deutschen Pavillions bei der Expo 2015“, sagt Festivalleiterin Gudrun Winter, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, dem Genre Kurzfilm zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Heute anerkannte Regisseure haben in Hofheim angefangen

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Selbst heute anerkannte Regisseure haben mal kurz angefangen und bei Winter ihre Clips eingereicht, wie etwa Detlev Buck, Katja von Garnier oder Tom Tykwer. Und genau das ist Winter´s Rezept: Professionell gemachte Kurzfilme: „Wir setzen schon immer auf gute Storys, die ihr Thema auf den Punkt bringen und spannend erzählen können“, sagt Winter. Dazu kommt eine hohe Qualität bei Ton, Kamera und der Schauspielerleistung.

Jetzt also Mailand: Winter will elf Kurzfilme zeigen, zwischen drei und zehn Minuten Länge. „Bei der Auswahl sind die Kriterien etwas anders als bei unserem regulären Festival. Dort sitzen die Zuschauer ruhig auf ihren Stühlen, das ist bei der Expo, die vom 1. Mai bis 31. Oktober ihre Türen öffnet, anders. Da ist viel Bewegung beim Publikum, Besucher kommen und gehen , also muss der Zuschauer laufend in das Programm einsteigen können“, sagt Winter. Daher haben es überwiegend optisch ansprechende Animationsfilme ins Programm geschafft.

Drei hessische Regisseure dabei

Unter den Einsendungen sind auch drei Regisseure aus Hessen: Oscar-Preisträger Thomas Stellmach aus Kassel mit „Virtuos Virtuell“, Nils Knoblich, auch aus Kassel mit „From Dead To Son“ sowie Stefan Müller aus Limburg mit „Mr. Schwartz. Mr. Hazen & Mr Horlocker“ und „Der Notfall“.

Übrigens: Der Einsendeschluss für Shorts at Moonlight endet erst am 1. Mai. Bis zu 1000 Vorschläge landen auf Winters Schreibtisch und werden von ihr und etwa zehn anderen Vereinsmitgliedern geprüft. Am Ende schaffen es zwischen zehn und 15 Filme, die pro Abend gezeigt werden, das sind etwa 100 Spielminuten insgesamt. „Wir wollen dem bisherigen Niveau unseres Programms weiterhin gerecht werden und sichten schon seit Januar“, saqt Winter.

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Dirk Beutel

Dirk Beutel

E-Mail:dirk.beutel@extratipp.com

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