Vollschlanke Anti-Heldin auf Mörderjagd

Hofheim-Krimi "Schulsachen" sorgt für Nervenkitzel

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Die Autorinnen Kerstin Klamroth und Veronika Aydin hinter der Bahnschranke in Hofheim-Lorsbach, die auch in ihrem Krimi erwähnt wird. 

Hofheim – Wer von schönen und perfekten Heldinnen die Nase voll hat, wird am neuen Hofheim-Krimi „Schulsachen“ seine Freude haben. Von Dirk Beutel

Die Autorinnen Kerstin Klamroth und Veronika Aydin haben mit der Privatdetektivin Elfriede Schmittke eine Anti-Heldin kreiert, die zwar das Herz am richtigen Fleck hat, aber mit den Strapazen einer alleinerziehenden Mutter klarkommen und jetzt einen Mord in Hofheim aufklären muss.

Sie ist chaotisch, pleite, vollschlank und muss ihren pubertierenden Sohn alleine aufziehen. Elfriede Schmittke hat es wirklich nicht leicht. Da kommt der Mord an einem Schüler in einer Hofheimer Schule gerade recht. Denn dem Vater des Jungen sind die Ermittlungen der Polizei zu lasch. Deshalb bittet er die Privatdetektivin um Hilfe.

Aus dem echten Leben gegriffen

Elfriede Schmittke ist die Hauptperson des neuen Taunus-Krimis „Schulsachen“ aus der gemeinsamen Feder von Kerstin Klamroth und Veronika Aydin, der seit Anfang März in den Buchhandlungen zu finden ist. „Die Mordgeschichten haben wir uns ausgedacht, aber das chaotische Drumherum kennen wir gut und läuft bei uns zu Hause ähnlich ab“, sagt Aydin lachend. Was die beiden Krimi-Autorinnen ebenfalls gut kennen ist der Ort des Geschehens: Hofheim. „Ein typischer Ort. Dort kennt jeder jeden, trotzdem gibt es kleine Geheimnisse um die Ecke“, sagt Klamroth, die in der Kreisstadt lebt.

Mobbing und Gewalt

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Aber warum wurde ein Anti-Held-Charakter auf die Jagd nach dem Mörder geschickt? „Wir glauben, dass es schon genug Heldinnen gibt, die super aussehen und alles mit links regeln. Wir wollten eine Frau aus dem echten Leben mit echten Problemen“, sagt Klamroth. In „Schulsachen“ sind das Mobbing und Gewalt an der Schule. „Aktuelle Themen, die wir durch die sozialen Netzwerke so schnell nicht wieder loskriegen werden“, sagt Aydin. Für weitere Strapazen sorgt neben der Mord Elfriedes 14-jähriger Sohn Oliver. „Die Pubertät ist eine echte Herausforderung für jede Mutter, die nur mit Humor zu ertragen ist. Und den hat Elfriede von uns geerbt“, sagt Aydin.

„Schulsachen“ ist für beide der erste Roman in Zusammenarbeit mit einem anderen Autor. Ein gelungenes und fruchtbares Experiment wie sich jetzt herausstellt, denn Klamroth und Aydin schreiben bereits am zweiten Mordfall für Elfriede Schmittke, der im Herbst fertig sein soll.

Der EXTRA TIPP verlost drei Exemplare des neuen Taunus-Krimis „Schulsachen“. Einfach bis Dienstag, 12. März, 14 Uhr eine E-Mail mit Name und dem Betreff „Mord im Taunus“ an gewinn@extratipp.com schicken.

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