Hier gibt‘s das Anti-Atom-Eis

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Patrick steht im „Das Eis“ hinter dem Tresen.

Frankfurt – Die Zutaten, die Herstellung, die Waffel und sogar der Löffel – bei „Das Eis“ in der Frankfurter Hasengasse verdient fast alles das Prädikat Öko und Bio. Seit wenigen Tagen ist die beliebte Eisdiele unweit der Kleinmarkthalle wieder geöffnet. Für Offenbach suchen die Eismacher noch Vertriebspartner. Von Norman Körtge

„Ananas-Petersilie war eigentlich nur ein Spaß“, erzählt Guido Jörg, doch der für ein Eis ungewöhnliche Geschmack traf den Nerv seiner Kunden und so ergänzt er lächelnd: „Wenn ich das jetzt von der Karte nehmen würde, würde ich wahrscheinlich Strafanzeigen bekommen.“ Der Shop-Manager von „Das Eis“ in der Frankfurter Hasengasse findet seine Kundschaft abseits der „Ich hätte gerne zwei Bällchen Vanille“-Zielgruppe. Die gibt es bei Jörg zwar auch, aber die meisten probieren lieber Mango-Chili, Honig-Mohn, Himbeer-Rote-Beete-Ingwer oder „Frozen Stöffche“ – Apfelwein als Eis.

Aber nicht nur mit den ungewöhnlichen Geschmäckern punktet „Das Eis“. Denn schon lange bevor die Öko-Bio-Anti-Atomkraft-Welle rollte, setzte die Mutterfirma von „Das Eis“, Healthy Planet in Wiesbaden, auf diese Aspekte und nennt sich deshalb auch voller Stolz die „Erste deutsche Bio-Eismanufaktur mit Fairtrade-Siegel“. Die Fakten, die dazu gehören, zählt Guido Jörg auf: Die Mango kommt mit dem Schiff, nicht mit dem Flugzeug; die Herstellung ist so CO2-neutral wie möglich und es wird Ökostrom benutzt; das Eis enthält keine Aroma, Farb- oder chemischen Zusatzstoffe sowie keinen industriellen Zuckerzusätze; der Fruchtanteil beträgt über 80 Prozent. Selbst die Löffel und die Eisbecher sind kompostierbar.

Wer will in Offenbach das Anti-Atom-Eis anbieten?

Auch in Offenbach soll es bald „Das Eis“ geben. Zwar nicht als Filiale, sondern in Restaurants, Bars und Cafés. „Wir sind auf der Suche nach Partner“, verrät Florian Mayr von Healthy Planet.

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