Hessens bester Hotel-Azubi arbeitet im Taunus

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Alexander Völker im Sterne-Restaurant des Hotels  Villa Rothschild Kempinski. 

Königstein – Fünf-Sterne-Azubi in einem Fünf-Sterne-Hotel: Alexander Völker von der Königsteiner „Villa Rothschild Kempinski“ ist der beste Hotelfach-Auszubildende in Hessen. Der 21-Jährige hat sich bei den Hessischen Jugendmeisterschaften gegen rund 100 Mitbewerber durchgesetzt. Auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften muss er jedoch noch an einem Konkurrenten vorbeiziehen. Von Julia Renner

Alexander Völker bei der Zimmerkontrolle.

Zwei Tage lang rechnete, plante und bügelte Alexander Völker. Dann stand fest: Er ist der beste Hotelfach-Azubi in Hessen. In seiner Heimatstadt Frankfurt war das Finale des Wettbewerbs. Insgesamt sechs angehende Hotelfachleute waren dabei. Die meisten hatten allerdings einen Vorsprung. „Ich bin im zweiten Lehrjahr, die anderen waren schon im dritten“, sagt Völker.

Dass der Frankfurter sich trotzdem gegen seine Azubi-Kollegen durchsetzen würde, damit hatte er nicht gerechnet. Vor allem angesichts der Prüfungsaufgaben: „Die waren ziemlich umfangreich, damit hatte ich nicht gerechnet.“ In Theorie und Praxis musste er eine Hotelbelegung ausrechnen, ein Menü erstellen, unterschiedliche Matratzen benennen, Hemden bügeln, ein Blumengesteck binden und eine Veranstaltung planen. „Am schwierigsten war die Theorie“, sagt Völker. Doch letzten Endes hat er alles mit Bravour gemeistert und sich den Titel geholt. Und er gesteht: Einen Sieg hatte er sich schon vor Ende des Wettbewerbs mal ausgemalt.

Vom Festland aufs Meer?

Ende Oktober sind die Deutschen Meisterschaften auf dem Petersberg in Bonn. Ob Alexander Völker daran auch teilnehmen kann, steht noch nicht fest – trotz Hessenmeister-Titel. Auf dem Weg zur Meisterschaft muss er noch ein Vorbereitungsseminar meistern. Und an dem nimmt auch der Zweitplatzierte der Hessenmeisterschaften teil.

Den theoretischen Teil hat er schon hinter sich gebracht. Ende September stehen dann wieder zwei Tage Praxis auf dem Programm. „Es gibt eine ganze Palette, auf die ich mich vorbereiten muss.“Für den besten Hotelfach-Azubi steht fest: „Ich will auf jeden Fall zu den Deutschen Meisterschaften.“ Wo er nach seiner Ausbildung hin will, steht derweil noch nicht fest. Derzeit spielt Völker mit dem Gedanken, auf einem Kreuzfahrtschiff der Luxusklasse anzuheuern. „Aber das kann sich auch schon morgen wieder ändern“, sagt er.

Erstmal will er es jetzt zu den Deutschen Meisterschaften nach Bonn schaffen. „Dadurch kann ich nur gewinnen.“ Denn auch bei seiner Abschlussprüfung im nächsten Jahr muss der Fünf-Sterne-Azubi Theorie und Praxis bestehen. Dass er das locker schaffen kann, hat er bereits bewiesen.

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