Auch Frankfurt betroffen

Hessens Busfahrer streiken für mehr Lohn

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Ein Großteil der hessischen Busfahrer lässt heute das Fahrzeug stehen.

Frankfurt - 99,9 Prozent der hessischen Busfahrer beteiligen sich laut Verdi an einem Warnstreik, den die Gewerkschaft für den heutigen Tag ausgerufen hat.

Seit heute morgen streiken in vielen hessischen Städten die Busfahrer. Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte in acht privaten Busbetrieben dazu aufgerufen, mit Beginn der Frühschicht (circa 3 Uhr) ihre Busse stehen zu lassen. Betroffen sind der Gewerkschaft zufolge Fulda, Marburg, Frankfurt, Darmstadt und Hanau.

Mit dem Verlauf des Warnstreiks ist Verdi bisher durchaus zufrieden. „Die Busfahrer ziehen zu 99,9 Prozent mit“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel der Nachrichtenagentur dpa. „Hanau steht komplett.“ Weitere Schwerpunkte des Streiks seien Fulda, Darmstadt, Frankfurt und Marburg. Insgesamt sind Koppels Angaben zufolge 800 Mitarbeiter privater Busunternehmen zu dem Warnstreik aufgerufen.

Busfahrer fordern 12 Euro

Hintergrund sind Lohnverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer. Verdi fordert unter anderem ein Entgelt von mindestens 12 Euro die Stunde. Die Arbeitgeber haben bis 2015 Lohnsteigerungen bis 11,50 Euro angeboten.

Auch in Frankfurt verlaufe der Streik „wie erwartet“, sagte ein Sprecher der Nahverkehrsgesellschaft „traffiQ“. Wie angekündigt fielen nahezu alle Buslinien im Stadtgebiet aus. Da der Warnstreik 24 Stunden dauern solle, seien auch die Nachtbusse in Frankfurt davon betroffen. Alle S-, U- und Straßenbahnlinien fahren jedoch weiterhin.

dpa

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