Vorwurf: Drogenhandel, Prostitution und Menschenhandel

VGH verhandelt heute über Hells-Angels-Verbot

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Hells Angels

Kassel. Das Verbot von zwei Rockergruppen der Hells Angels in Frankfurt wird heute in Kassel vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht verhandelt.

Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte Ende September 2011 die beiden Charter (Ortsgruppen) "Westend" und "Frankfurt" verboten. Rhein wirft den Rockern Gewalttaten, Drogenhandel, Prostitution und Menschenhandel vor. Er sprach von "lupenreinem organisierten Verbrechen".

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Die Rocker-Ortsgruppen gehen gegen das Verbot vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) vor. Die Ortsgruppen gehörten zu den bedeutendsten in Deutschland, sie hatten nach früheren Schätzungen 90 Mitglieder. Laut Polizei kontrollieren sie große Teile des Frankfurter Rotlichtviertels am Hauptbahnhof.

150 Seiten starke Anklageschrift

Die Klageschrift ist nach Angaben von Rechtsanwalt Michael Karthal, der die Hells Angels vertritt, insgesamt rund 150 Seiten stark. Der VGH-Senat hatte schärfere Personenkontrollen vor dem Gericht angekündigt. Sollte die Verhandlung länger dauern, ist für den 28. Februar bereits ein zweiter Termin reserviert.

Verbote von Gruppen der Hells Angels gab es auch in anderen Bundesländern. In Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr das Oberverwaltungsgericht Schleswig das Verbot von zwei Charter bestätigt. (dpa)

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