Trennung nach Medikamenten-Vorfall

Hebamme fiel auch in Bad Soden negativ auf

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Auch im Bad Sodener Klinikum wurde die Hebamme auffällig.

Bad Soden/München - Die wegen versuchten Mordes an vier werdenden Müttern in München festgenommene Hebamme hat auch im Bad Sodener Krankenhaus einer Frau ein falsches Medikament verabreicht.

Die in München wegen versuchten Mordes angeklagte Hebamme war auch an den Kliniken des Main-Taunus-Kreises  als Hebamme im Krankenhaus Bad Soden beschäftigt und fiel dort auf.  Sie arbeitete im Kreißsaalbereich  und auf der Neugeborenenstation. Nach einem ersten konkreten Verdachtsfall am 6. April 2012, bei dem auf einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen einer Komplikation bei einer Geburt und der Anwesenheit von Regina K. geschlossen werden konnte, wurde die Hebamme  mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. 

Dabei habe es sich um ein wehenförderndes Präparat in einer hohen Dosierung gehandelt, sagte Geschäftsführer Tobias Kaltenbach . Die Schwangere und ihr Kind hätten keinen Schaden erlitten, das Baby kam per Kaiserschnitt zur Welt. Als der Vorfall entdeckt wurde, sei die 33-Jährige sofort freigestellt worden. Ein Rechtsstreit habe mit einem Vergleich geendet.

Nach Bekanntwerden des neuen Arbeitsplatzes von K. in München durch Information einer Mitarbeiterin der Geburtshilflichen Klinik in Bad Soden hat Chefarzt Dr. Dietrich Mosch  am 29. August 2012 seinen Chefarztkollegen, den Leiter der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Großhadern, informiert.

In seinem Schreiben schilderte er detailliert den Bad Sodener Vorfall, der zur Trennung von der Hebamme führte und bittet „Ihre Kreißsaal-Leitung zu informieren und K. einer möglichst genauen Kontrolle zu unterziehen. Ich habe die Befürchtung, dass sich Frau K. wieder in unerlaubter und gefährlicher Weise in die geburtshilflichen Betreuung Ihrer Patientinnen involviert.“ red/dpa

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