Junge Offenbacherin bringt Baby zur Welt

Mutterglück nach Hartz-IV-Albtraum

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Die stolze Mutter und die nicht weniger stolze Paten-Oma Ellen Vaudlet am Bettchen von Yani-Ionut . In der Hand hält Vaudlet den exklusiven EXTRA TIPP-Strampler.

Offenbach – Am Ende vom Leidensweg kommt das Glück. Am Dienstag um 10.10 Uhr war es soweit, als Baby Yani-Ionut das Licht der Welt erblickte. Die Eltern sind glücklich über ihr gesundes Baby und froh, Hartz-IV- Helferin Ellen Vaudlet  an ihrer Seite zu haben. Von Norman Körtge 

„Ich glaube, sie gibt ihm all das, was sie als Kind nicht bekommen hat“, erzählt die ehrenamtliche Hartz-IV-Helferin Ellen Vaudlet vom Mutterglück Melanie Schuberts (Name von der Redaktion geändert) – und spielt damit auf die leidvolle familiäre Vorgeschichte der jungen Frau an. Die 18-Jährige hat Dienstagvormittag ihren Sohn Yani-Ionut im Klinikum Offenbach zur Welt gebracht: 3320 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß. „Ich kann mir keine liebevollere Mutter vorstellen“, meint Vaudlet.

Auch Catalin, der Vater des Kindes, hat schon unter Beweis gestellt, dass er sich rührend um seinen Sohn kümmert. „Ich bin aufgewacht, und die beiden waren nicht da. Da habe ich sofort nach der Krankenschwester geklingelt“, erzählt Melanie von der zweiten Nacht als Mutter. Die Krankenschwester konnte schnell beruhigen: Catalin saß mit Yani-Ionut im Stillzimmer und gab ihm die Flasche.

Junge Eltern verdanken der Helferin ihr Glück

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Alptraum mit 18: arbeitslos, obdachlos, schwanger

Dass Melanie und Catalin ihr junges Elternglück in vollen Zügen ausleben können, haben sie Vaudlet zu verdanken. Sie war es, die mit viel Nachdruck und Engagement die obdachlose und schwangere 18-Jährige durch die Bürokratie der Offenbacher Mainarbeit schleuste, ihr zu einer eigenen Wohnung und das ihr zustehende Mobiliar verhalf. Kein Wunder, dass sie von den Eltern zur Paten-Oma erklärt worden ist.

Pläne für eine bessere Zukunft der Familie

Trotz der schwierigen Starts sieht Ellen Vaudlet dem weiteren Familienglück positiv entgegen. Der aus Rumänien stammende Catalin wird bald einen Deutschkurs besuchen. Anschließend kann der gelernte Elektriker hoffentlich in dem Beruf arbeiten. Ihre Hoffnung setzt sie dabei vor allem auf den für Catalin zuständigen Arbeitsvermittler bei der Mainarbeit. „Ein sehr engagierte Mitarbeiter“, berichtet Ellen Vaudlet. Seltene Worte aus ihrem Mund. Meist ist sie als Mainarbeit-Kritikerin unterwegs. Ellen Vaudlet wird weiter am Ball bleiben. Ihr Ziel: 2015 soll die Familie nicht mehr auf Hartz-IV angewiesen sein.

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