Wiesbadener Polizei durchsucht Wohnungen

Handel mit Nazi-Musik

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Wiesbaden - Die Polizei ermittelt gegen einen 29-jährigen Rechtsextremisten, der über das Internet NS-Musik verkauft haben soll. Mehr als 2000 CDs bei Durchsuchungen sichergestellt worden.

Mit Durchsuchungen in vier Bundesländern ist die Polizei gegen einen Rechtsextremisten vorgegangen, der über das Internet CDs mit NS-Musik verkauft haben soll. Mehr als 2000 Tonträger seien insgesamt sichergestellt worden, teilten die Staatsanwaltschaft Gießen und das Hessischen Landeskriminalamt heute mit.

Neben der Wohnung des mutmaßlichen Online-Händlers wurden demnach auch Wohnungen von Kunden im nordrhein-westfälischen Freudenberg sowie Schwerin und Leipzig durchsucht. Gegen den 29-jährigen Händler aus Gießen wird wegen der illegalen Verbreitung von volksverhetzenden und gewaltverherrlichenden Tonträgern ermittelt. Er befindet sich laut Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß.

Die Durchsuchungsaktion fand den Angaben zufolge bereits am Dienstag statt. Die in den vier Wohnungen sichergestellten Tonträger würden nun geprüft, daran beteiligt sei auch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Laut der Staatsanwaltschaft ist nur die Verbreitung der Musik strafbar und nicht der Kauf zum eigenen Gebrauch.

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