Hanauer Tierschützer kritisieren Ministerpräsident Volker Bouffier

Määähnsch Volker, "Knuddeln ist doch viel besser als Erschießen"

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John Kraft und Mitarbeiterin Elli halten die zwei Ziegenbabys Moses (rechts) und Pelham im Arm, die nur darauf zu warten scheinen, dass der Ministerpräsident sie knuddelt.

Region Rhein-Main - Weil Ministerpräsident Volker Bouffier zur Gesellschaftsjagd lädt, hat ein Hanauer Tierschützer einen offenen Brief geschrieben. Darin rät er dem Politiker, lieber mit Tieren zu kuscheln, als sie zu erschießen. Von Christian Reinartz

 „Es ist einfach widerlich, dass der Ministerpräsident, der eine Vorbildfunktion hat, zu so einem abscheulichen Treiben einlädt“, sagt John Kraft. Der 48-Jährige leitet zusammen mit seiner Frau Drane das Hanauer Tierrefugium, ein Gnadenhof für kranke, alte und behinderte Tiere. Besonders schlimm für den Jagdgegner: „Das wird als gesellschaftliches Happening mit Kaffee und Kuchen und gemeinsamem Feiern im Schlosshotel Kronberg regelrecht zelebriert“, sagt Kraft. „Das ist so geschmacklos, dass ich einfach einen Brief schreiben musste.“

"Sie brauchen jemanden zum Knuddeln"

Darin fordert er Bouffier auf: „Sagen Sie diese schändliche und ehrlose Gesellschaftsjagd ab und kommen Sie stattdessen zu mir. Ich glaube, Sie brauchen jemanden zum Knuddeln. Ich habe jede Menge Tiere, die ich Ihnen gerne vorstellen möchte und die man streicheln kann. Vielleicht schaffen es meine Schützlinge Ihr Herz zu erwärmen und Ihnen zu zeigen, dass Tiere knuddeln schöner ist, als Tiere zu töten.“ Ministerpräsident Volker Bouffier äußerte sich bis Redaktionsschluss nicht, ob er Krafts Einladung annehmen wird. Die Gesellschaftsjagd beginnt am 4. November ab 8.30 Uhr am Parkplatz „Mönchsbruch“ an der B486 bei Mörfelden-Walldorf. Eine Demo von Tierschützern vor Ort ist geplant.

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