Mann soll Partnerin erschlagen haben

Hammer-Mord in Frankfurt: Prozess wird neu aufgerollt

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Symbolfoto

Karlsruhe/Frankfurt - Das Frankfurter Landgericht muss den Prozess um den Tod einer Frau neu aufrollen, die von ihrem Lebensgefährten mit dem Hammer erschlagen wurde. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil des Landgerichts auf. In Frankfurt war der Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Der Mann wurde im Juli 2015 des Mordes aus niedrigen Beweggründen schuldig gesprochen. Jetzt hat der  Bundesgerichtshof den Fall an eine andere Strafkammer nach Frankfurt zurück verwiesen (Beschluss vom 25. Oktober 2016, 2StR 84/16). Der Verteidiger hatte auf Totschlag plädiert und gegen das Urteil Revision eingelegt.

Die damals 29 Jahre alte Frau war im Juli 2014 in ihrer Wohnung im Frankfurter Stadtteil Nied getötet worden. Ihr drei Jahre jüngerer Lebensgefährte erschlug sie mit einem Hammer und schnitt ihr anschließend die Pulsadern auf. Am Tattag hatte die Frau nach Angaben des Landgerichts erfahren, dass ihr Freund nicht das Geld für eine neue Wohnung hatte. Auch aus einem von ihm versprochenen Kurzurlaub in Paris sollte ebenfalls nichts werden. Die Frau wollte sich deshalb von ihrem Freund treffen. 

Der Angeklagte hatte sich nach Ansicht des Landgerichts um sein Ansehen im Bekanntenkreis gesorgt und daher zu Hammer und Rasiermesser gegriffen. Der 26-Jährige war zwei Wochen nach der Tat festgenommen worden und hatte die Tötung bei der Polizei gestanden.

Ein Mord hat sich am Freitag auch in Offenbach ereignet. Eine zweifache Mutter ist auf offener Straße erschossen worden. dpa/lhe

Fotos: Frau in Offenbach auf offener Straße erschossen

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