Hainburger Puppen-Villa: Mini-Haus mit Sauna und Schwimmbad

+
In kleinen Dingen ist er ganz groß: Winfried Gärtner präsentiert sein neues Luxus-Puppenhaus mit Pool, Sauna und Dachterrasse.

Hainburg – Ein Garten mit Pool, ein Keller mit Sauna, ein Kaminzimmer und ein Marmorbad. Wer würde da nicht gerne einziehen? Voraussetzung ist aber eine Körpergröße von etwa 15 Zentimetern. Denn Winfried Gärtner baut Puppenhäuser. Gerade beendet er sein neustes Werk: Eine moderne Puppen-Villa. Von Mareike Palmy

Viel Platz ist nicht mehr im Wohnzimmer von Erika und Winfried Gärtner aus Hainburg. Selbst gebaute Puppenhäuser in allen Baustilen, Farben und Größen füllen den Raum. Die beiden sind bekannt für ihr kreatives Hobby (nachzulesen unter www.extratipp.com).

Gerade ist wieder ein neues Traumhaus fertig geworden: Eine riesige Puppenvilla mit allem, was dazu gehört. Bis ins kleinste Detail baut der 63-jährige Rentner seine Häuser. Das Neue ist sogar eine Spezialanfertigung und war noch aufwendiger als die 42 Häuser zuvor. „Da ist alles selbst gemacht. Seit März baue ich an dem Luxus-Puppenhaus. Rund sieben Stunden täglich habe ich daran gesessen“, sagt der Häuslebauer über sein Arbeitspensum. Echtes Glas im Bad, eine Arbeitsplatte aus Carrara- Marmor in der Küche, edle Tapeten im Kaminzimmer, Dachziegel aus echtem Fichtenholz. Winfried Gärtner hat an alles gedacht bei seiner Luxus-Bleibe. Kleine Lampen geben Licht in jedem Raum. Sogar der Kühlschrank und die Herdplatte sind beleuchtet. Selbst genähte rot-weiß gepunktete Bettwäsche liegt im großen Schlafzimmer und kleine bunte Auflagen auf der Sitzbank. Der Clou ist eine winzig kleine Toilettenpapierrolle auf dem Klo.

Tischdecken und Handtücher aus Stoffresten

Für die Ausstattung ist Erika Gärtner verantwortlich. Die komplette Inneneinrichtung stammt von ihr. „Ich baue ein Haus, und sie macht es wohnlich“, sagt der Hainburger. Ehefrau Erika hat sich vom Puppenhausbau-Fieber ihres Mannes infizieren lassen: „Ich nähe beispielsweise Vorhänge, Tischdecken oder Handtücher aus Stoffresten. Aus alten Tapetenbüchern schneide ich Muster aus oder bastele an den Feinheiten für die Häuser“, erklärt die 60-Jährige ihre Aufgabe.

Viel Geduld und Fingerfertigkeit steckt in den liebevoll gefertigten Behausungen. Kleine Teile und aufwendige Konstruktionen fordern Zeit. Allein 1000 Dachziegel müssen noch per Hand in Form geknipst und zurecht gefeilt werden.

Nächste Woche soll der 70-Kilo-Koloss fertig sein. Dann nämlich ist wieder Hainburger Markt. Von Freitag, 27. Mai, bis Sonntag, 29. Mai, öffnet sich die Tür der Gärtners von zehn bis 18 Uhr. Neben zahlreichen Puppenhäusern können Besucher auch die Werkstatt anschauen, dem Miniaturschreiner bei der Arbeit über die Schulter sehen und zugucken, wie so ein Puppenhaus entsteht.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare