Grusel in Frankfurt

Region Rhein-Main – Morgen Abend geht das geplante Gruseln wieder los. Dann ist die Zeit für Zombies und Hexennasen. Doch es gibt in Frankfurt echte Schreckens-Orte, die auch Horror-Fans das ganze Jahr über das Blut in den Adern gefrieren lassen. Von Christian Reinartz

Lesen Sie dazu auch "Gänsehaut nicht nur an Halloween" und "Gruselkammer Rhein-Main" auf unserer Homepage.

Die Alte Sachsenhäuser Teufelsbrücke: Der Sage nach sollen dort der Teufel und seine Dämonen des Nachts ihr Unwesen treiben. Schon die Gebrüder Grimm haben über die seltsamen Vorkommnisse geschrieben: „Der Baumeister hatte sich verbindlich gemacht, die Brücke bis zu einer bestimmten Zeit zu vollenden. Als diese herannahte, sah er, dass es unmöglich war, und wie nur noch zwei Tage übrig waren, rief er in der Angst den Teufel an und bat um seinen Beistand. Der Teufel erschien und erbot sich, die Brücke in der letzten Nacht fertig zu bauen, wenn ihm der Baumeister dafür das erste lebendige Wesen, das darüber ging, überliefern wollte. Der Vertrag wurde geschlossen.

Die Frankfurter kennen den "Brickegickel"

Als nun der erste Morgen anbrach, kam der Baumeister und trieb einen Hahn über die Brücke vor sich her und überlieferte ihn dem Teufel. Dieser aber hatte eine menschliche Seele gewollt, und wie er sich also betrogen sah, packte er zornig den Hahn, zerriss ihn und warf ihn durch die Brücke, wovon die zwei Löcher entstanden sind, die bis auf den heutigen Tag nicht können zugemauert werden.“ Der auf einem Kruzifix auf der Brücke stehende goldene Hahn, auch „Brickegickel“ genannt, erinnert an die Grusel-Sage. Und an noch mehr Schauriges aus dem Mittelalter. Denn an dieser Stelle wurden jahrhundertelang Hinrichtungen durchgeführt. Manch alter Frankfurter ist sogar der Überzeugung, dass die Seelen der zu Unrecht Gerichteten in kalten Nächten noch über die Brücke wandeln.

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