Opferaussagen voller Widersprüche

Darmstadt: Busfahrer zur Bewährung verurteilt

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Darmstadt - Ein Busfahrer ist wegen sexueller Übergriffe auf weibliche Fahrgäste vom Landgericht Darmstadt am Mittwoch nocheinmal glimpflich davon gekommen. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

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Der 37-Jährige war wegen Freiheitsberaubung  und Nötigung  angeklagt gewesen. Dem wegen anderer Delikte vorbestraften Mann war vorgeworfen worden, zwischen Januar 2010 und April 2012 in Groß-Umstadt und anderen Orten in seinem Bus  vier junge Frauen unsittlich berührt zu haben.
Das Urteil war vergleichsweise glimpflich ausgefallen, weil das Gericht nicht in allen Fällen den Opfern glaubte. Die Aussagen seien mitunter widersprüchlich und unklar gewesen.

Die Strafe lag aber noch über der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Anklage hatte in ihrem Plädoyer eine Bewährungsstrafe  von sechs Monaten für ausreichend empfunden, aber auch noch eine Zahlung von 2000 Euro für eine gemeinnützige Einrichtung gefordert. Die Verteidigung hatte auf einen Freispruch plädiert.

Der Prozess gegen den Mann war im Dezember 2012 vor dem Amtsgericht Dieburg gestartet, wurde dann aber an das Landgericht Darmstadt  verwiesen. dpa

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