Bunte Schmiererei

CST: Graffiti-Attacken an der Autobahn

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"CST"mit roter Schrift auf gelbem Untergrund.

Region Rhein-Main - Auffallen um jeden Preis – das ist offensichtlich das Ziel von Graffiti-Sprühern entlang der A661. Immer wieder CST. Mal in roter Schrift auf gelbem Untergrund, ein paar hundert Meter weiter mit blauen Buchstaben und gelber Umrandung.Von Norman Körtge

Wer entlang der A661 zwischen Preungesheimer Dreieck und der Abfahrt Nieder-Eschbach unterwegs ist, der bemerkt die Kürzel – im Szenejargon „tag“ genannt – an Brückenpfeilern. Aber nicht nur die vielbefahrene Autobahn ist von den Schmierereien betroffen. Wer das schwedische Möbelhaus in Nieder-Eschbach besucht und aus dem Parkhaus herausfährt, der erblickt auf der gegenüberliegenden Lärmschutzwand wiederum die Buchstaben CST. Diesmal in schwarz mit silbrig-roter Umrandung.

Seit Kurzem taucht das Kürzel „CST" in Frankfurt auf. Dieses befindet sich in Frankfurt Nieder-Eschbach in der Nähe des Ikea.

Was oder wer hinter dem Kürzel steckt, mag die Frankfurter Polizei – die vom EXTRA TIPP auf die CST-Graffiti aufmerksam gemacht wurde – noch nicht beurteilen. Es könnte der Anfang einer Serie sein. Auch ist nicht klar, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder eine „Crew“, also eine Gruppe. Dass sich Sprayer wie auf
der A661 in Lebensgefahr begeben, wenn sie ihr Kürzel an einen Brückenmittelpfosten zwischen den Fahrstreifen sprühen, ist der Polizei bekannt. „Je spektakulärer der Ort, desto mehr Respekt verschaffen sie sich in der Szene“, sagt ein Insider.

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Für das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil, das für die Autobahnen zuständig ist, gehören die Graffiti seit vielen Jahren zum Alltag – und das weiterhin mit einer hohen Anzahl, wie Sprecher Stefan Hodes konstatiert. 2012 beseitigten die hessischen Autobahnmeistereien rund 800 Quadratmeter Graffiti. Dafür mussten rund 300 Straßenwärterstunden aufgewendet werden. Hinzu kommen beauftragte Fremdfirmen.

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