Google guckt in Frankfurts Straßen

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So berichtete der EXTRA TIPP im Mai.

Region Rhein-Main – Google droht erneut Ärger. Nachdem der Internetkonzern am Dienstag bekannt gab, den Internet-Kartendienst „Street View“ bis Ende des Jahres für Frankfurt und weitere 19 deutsche Großstädte einzuführen, hagelt es bundesweit Proteste. Von Mareike Palmy

Bis Ende des Jahres ist die Mainmetropole noch ein weißer Fleck. Erst dann wird die Stadt auf der Karte von Google „Street View“ auftauchen. Während sich andernorts der Widerstand regt, bleiben die Datenschützer gelassen.

Bis zum Jahresende ist Frankfurt ein weißer Fleck auf der Street-View-Karte

Denn mittlerweile hat Google gegenüber den deutschen Datenschutzbehörden einige Zugeständnisse gemacht: So kann jeder Einspruch dagegen einlegen, dass Bilder seines Hauses, Autos oder von ihm selbst bei „Street View“ veröffentlicht werden. Die Bewohner der 20 Städte haben etwa vier Wochen Zeit, um Widersprüche anzumelden.

Viel Widerstand in deutschen Städten

Doch warum gibt‘s „Street View“ nur in den großen Städten? Der kalifornische Internetkonzern gibt sich bedeckt. „Wir haben beschlossen, dass wir mit Fotomaterial der größeren städtischen Gebieten beginnen. Großstädte können schwieriger zu navigieren sein und sind oft der Ausgangspunkt für Tourismus, so dass wir es als sinnvoll erachten, mit diesen zu starten“, sagt Lena Wagner, Pressesprecherin des Internetkonzerns in Deutschland.

Beim kalifornischen Internetkonzern gibt man sich zugeschnürt

Aber was ist mit Offenbach? Immerhin, die fünftgrößte hessische Stadt. Die Lederstadt wurde bereits vor Monaten von den Google-Autos abfotografiert: „Wir arbeiten hart daran, neue Standorte rechtzeitig zur Verfügung zu stellen, doch haben wir derzeit diesbezüglich keine Ankündigung zu machen“, heißt es von Seiten des Internetkonzerns. Bei Google gibt man sich zugeschnürt.

Wann kommt Street View nach Offenbach?

Auch die Frage, ob es vielleicht in Städten, wie Offenbach, länger dauert, weil sich dort vermehrt Protest gezeigt hatte und selbst die Google-Autos angegriffen wurden (der EXTRA TIPP berichtete), wird mit dem gleichen echohaften Standardsatz beantwortet. Bei Google heißt es immer wieder: „Wir arbeiten hart daran...“

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