In der Stille das Staunen erleben

Tipps für eine besinnliche Vorweihnachtszeit

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Bruder Paulus.

Dieburg/Frankfurt – Mit dem Vorsatz, die Adventszeit diesmal besinnlicher anzugehen, ist es wie mit den Vorsätzen fürs neue Jahr: Er wird allzu oft gebrochen. Für Kapuziner-Mönch Bruder Paulus liegen die Gründe dafür auf der Hand: Es fehlt an Glaube und Stille. Von Norman Körtge

Heute ist Neujahr. Denn mit dem ersten Adventssonntag beginnt für Christen das neue Kirchenjahr. Doch für die meisten Mitmenschen startet damit vor allem der Countdown bis Weihnachten.

Nur noch 26 Tage bis Heiligabend. Die erste Kerze am Adventskranz brennt. Und beim Blick in die Kerzenflamme keimt bei vielen der Wunsch, diesmal die Adventszeit besinnlicher zu gestalten. Anders wie in den Jahren zuvor. Doch meist scheitert dieser Vorsatz.

Die Stille lernen

„Viele tragen die christlichen Grundlagen nicht mehr im Herzen“, gibt Bruder Paulus Terwitte, der seit Anfang November die Frankfurter Klostergemeinschaft am Liebfrauenberg leitet, als Grund dafüran. Dazu gehöre der Glaube, dass Gott den Menschen mit Jesus beschenkt hat, und immer neu beschenken will.

Das sei zum Staunen, und um das zu entdecken, gebe es ein einfaches Mittel: Die Stille.

Die findet man etwa, wenn man einfach mal eine halbe Stunde durch den Wald spazieren geht, richtig durchatmet und die Dinge auf sich wirken lässt. „Ist es nicht herrlich, dass es jetzt kalt wird? Ist es nicht auch schön, wenn die Bäume ihre Blätter verlieren und sich so auf neue vorbereiten?“, fragt der Kapuziner-Mönch.

Einkehrtag im Advent

Wer all das bewusst wahrnehme, der merke dann auch, dass er lebt, und wie reich er beschenkt worden ist. „Weihnachten ist eben auch ein Fest des Staunens“, fasst Bruder Paulus zusammen und lädt zu einem „Einkehrtag im Advent“ in seine alte Wirkungsstätte – das Kapuzinerkloster in Dieburg, Minnefeld 30 – ein. Der findet dort am Samstag, 4. Dezember, von 9.30 bis 17.30 Uhr statt. Weitere Informationen dazu und Anmeldung unter (069) 2972960.

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