Es gilt das gebrochene Wort

Von Axel Grysczyk

Momentan verliert Angela ihre Verlässlichkeit. Ihr Versprechen: Der Mindestlohn kommt nur, wenn keine Jobs verloren gehen. Das ifo-Institut sieht durch die Mindestlohn-Einführung 900. 000 Jobs in Gefahr. Und trotzdem: An der Einführung zum 1.

Januar 2015 soll nicht gerüttelt werden. Kritiker halten die Ausnahmeregelung für Jugendliche bis 18 Jahre für nicht angemessen. Die Altersgrenze müsse höher sein. In Frankreich gelte beispielsweise der Mindestlohn auch für junge Leute. Resultat: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 25 Prozent, in Deutschland ist sie bei acht Prozent. Auf solchem Niveau hat Angela Merkel weitere Versprechen gebrochen. Der Strompreis werde nicht steigen oder eine Autobahnmaut werde mit ihr nicht eingeführt. Die Kanzlerin ist komplett zur Erfüllungsgehilfin ihrer Juniorpartner in der Großen Koalition geworden. Eine Merkel-Handschrift ist – außer Zugeständnissen machen – nicht mehr zu erkennen. Gebetsmühlenartig hat sie uns im Wahlkampf vorgekaut, dass Deutschland kinderfreundlicher werden müsste. Das sei unsere Zukunft, daran werde sie immer wieder arbeiten. Als Folge dieser Überzeugung wird als erstes die Erhöhung des Kindergeldes verschoben. Die Beliebtheitswerte der Kanzlerin fallen, sie wird immer unscheinbarer – ein für Deutschland gefährlich werdender Zustand.

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