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Großes Herz: Sindlinger Sänger teilen Gewinn mit den Konkurrenten

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1500 Euro hat der Vorsitzende des Gesangvereins Germania Sindlingen Jochen Dollase an die an Parkinson erkrankte Rita Marinelli übergeben. Schwester Sonja Palm (mit Gitarre), Mutter Anna Marinelli und der stellvertretende Vorsitzende Hans Riegelbeck freuten sich.

Frankfurt - Nachdem die Jungs des Gesangvereins Germania Sindlingen die „Sing und gewinn“-Aktion des EXTRA TIPPs gewonnen haben, beweisen sie Herz und spenden 1500 Euro an die Unterlegenen. Von Christian Reinartz

Die hatten nämlich auch mit einem Geburtstagsständchen an der Gewinnaktion des EXTRA TIPPs teilgenommen. Die gesamte Familie hatte ein Geburtstags-Lied für den EXTRA TIPP umgedichtet, auf Video aufgenommen und eingesandt. Ihre Hoffnung: Den Wettbewerb und damit den 3000-Euro-Möbelgutschein gewinnen. „Meine Schwester ist an Parkinson erkrankt und braucht dringend Möbel für ihre Wohnung“, sagte Sonja Palm. Ihre Schwester ist erst 48, kämpft aber schon seit acht Jahren mit Parkinson. „Das ist so früh bei ihr ausgebrochen, weil sie als Kind Knochenkrebs hatte und eine Hirnhautentzündung“, sagt Palm. Ein großes Aufhebens machte sie darum aber nicht. „Wir haben halt versucht, alle zu mobilisieren, damit sie im Internet für uns voten“, sagt Palm. „Aber es hat nicht gereicht.“

Menschen mit Herz

Denn: Die Sindlinger Sänger waren zahlenmäßig einfach überlegen und klickten auf ihr Video auf der EXTRA TIPP Homepage bis die Mäuse glühten. Dass hinter der Bewerbung der Familie Palm ein so schweres Schicksal stand, wussten die Sindlinger nicht. „Sonst hätten wir ja gar nicht so viel geklickt“, sagt Vereinsvorsitzender Jochen Dollase. Als die Sänger das mitbekommen, besprechen sie sich und entscheiden: „Wir wollen unseren Gewinn teilen!“

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Rita Marinelli, die Schwester von Sonja Palm, konnte ihr Glück gar nicht fassen. „Dass es noch solche Menschen gibt“, sagt sie dankbar.

Mit dem Geld will sich Marinelli, die in einer Behindertenwerkstatt in Oberursel arbeitet, endlich ein Gesundheitsbett kaufen, dass die Kasse nicht zahlt, damit sie besser aufstehen kann. Marinelli: „Danke, Germania!“

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