Getreide, Rapps und Kartoffeln leiden

Super-Sonne-März: Landwirte hoffen auf Regen

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Landwirt Patrick Stappert sorgt sich um den trockenen Boden auf seinen Feldern.

Region Rhein-Main – Der März zeigte sich von seiner besten Seite: Sonne satt, kaum Regen und blauer Himmel. Doch nicht alle freuen sich über die Temperaturen. Die Landwirte der Region sehnen sich nach Regen. Von Angelika Pöppel

Vor einem Jahr zur gleichen Zeit lag der Schnee zentimeterhoch, in diesem Jahr brachte der März den Frühling mit. Ein bis drei Grad lagen die Temperaturen sogar über dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Dazu schien häufig die Sonne. Doch dafür war es auch sehr trocken – zum Ärger der Landwirte.

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„Die Bauern sehnen sich nach Regen“, sagt Bernd Weber, Pressesprecher des Hessischen Bauernverbandes . Getreide, Raps und Kartoffeln leiden extrem unter der Trockenheit. Die Rapspflanzen wachsen nicht weiter. Das Getreide bildet nur wenige Triebe. Was der Hobbygärtner mit dem Gartenschlauch lösen kann, bringt die meisten Landwirte an ihre Grenzen. „Getreidefelder zu bewässern, wäre einfach nicht zu bezahlen“, sagt Weber.

Schädlinge befallen Rapps

Landwirt Patrick Stappert  aus Frankfurt-Sindlingen hat aufgrund der Wärme sogar mit Schädlingen zu kämpfen. „Bei diesen warmen Temperaturen fliegt der Rapsglanzkäfer besser und frisst den Blütenstaub aus der Pflanze. Dann entstehen keine Körner mehr“, erklärt Stappert. Am Ende erntet der Landwirt weniger. Der fehlende Frost im Winter hat zusätzlich den Boden geschädigt. „Die Voraussetzung für das Wachstum der Kartoffeln ist dadurch schlechter.“

Spargel profitiert von der Sonne

Doch nicht alle stöhnen. Die Spargelbauern der Region haben Grund zur Freude. In diesem Jahr startete die Saison fast drei Wochen früher. Grund: „Die Sonne tut dem Spargel gut. Der Spargel holt mit seinen langen Wurzeln das Wasser tief aus der Erde“, sagt Weber vom Bauernverband. Generell ist er zuversichtlich: „Der Mai ist entscheidend. dann werden wir sehen, wie die Ernte in diesem Jahr ausfallen wird“. Es gibt also noch Hoffnung.

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