Gesundheit statt Profit: Ex-Banker sorgt für den Wohlfühl-Effekt

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Vor der Waage hat Holger Steinheimer keine Angst mehr. Dank Ernährungsumstellung fühlt er sich nicht nur besser, sondern hat auch sein Gewicht unter Kontrolle.

Dietzenbach – Geld ist nicht alles. Das ewige und rücksichtslose Streben nach Gewinn kann sogar krank machen. Das hat der Dietzenbacher Holger Steinheimer am eigenen Leib erfahren. Jahrelang betrieb der Banker Raubbau am eigenen Körper. Bis ihn die Finanzkrise endgültig stoppte. Jetzt setzt er auf körperliche Gesundheit und vermittelt sein Wissen darüber. Von Norman Körtge

Holger Steinheimer hat Karriere gemacht. Der 38-Jährige stieg bei einer Bank in der Finanzmetropole Frankfurt schnell die Karriereleiter empor, wurde Teamleiter und verdiente lange Zeit gutes Geld.

Das hatte aber auch alles seinen Preis. 14-Stunden-Tage gehörten genauso dazu wie Wochenendarbeit. Das bedeutete permanenten Stress. „Ich bin morgens aufgewacht und habe nur gedacht: Wie soll ich das heute bloß alles schaffen“, erinnert sich der Dietzenbacher.

Sein Körper resignierte

Irgendwann hat sein Körper nicht mehr mitgemacht. Alle vier bis sechs Wochen lag er mit Grippe im Bett. Ein Arzt diagnostizierte 2004 bei ihm das Burn-Out-Syndrom. „Da habe ich angefangen, langsam umzudenken, mehr auf meinen Körper zu achten“, sagt der Dietzenbacher. Die wohltuende Wirkung von Fußreflexzonen-Massagen vermittelte ihm ein neues Körpergefühl. Und ihm wurde klar, dass er nicht ewig den Banker-Beruf machen will und kann.

Doch es sollten noch ein paar Jahre ins Land gehen und Steinheimer ein paar Kilos zu viel auf die Hüften bekommen.

Dann kam die Weltwirtschaftskrise. „Ich habe mich als Banker nicht mehr wohlgefühlt“, erinnert er sich. Und als er dann 2009 trotz Jobzusicherung gekündigt wurde, hatte er „die verlogene Bankenwelt“ satt.

Innerhalb von sechs Wochen verlor er zehn Kilo

Die Entlassung war wie eine Befreiung. Auch deshalb, weil er bereits Monate zuvor eine Methode gefunden hatte, um sich körperlich besser zu fühlen. „Metabolic Balance“ heißt das Programm, das ihm Bekannte empfohlen hatten und das er konsequent durchzog. Innerhalb sechs Wochen verlor er zehn Kilo. Nicht durch irgendwelche Pillen oder Pülverchen, sondern durch eine angeleitete Ernäherungsumstellung.

Metabolic Balance ist kein Wunderprogramm

„Metabolic Balance ist keine herkömmliche Diät, sondern ein Stoffwechselprogramm“, sagt Steinheimer. Es sei kein Wunderprogramm, sondern erfordert vor allem am Anfang der rund zweiwöchigen Umstellungsphase ein hohes Maß an Selbstdisziplin, wenn der nach individuellen Vorlieben erstellte Ernährungsplan exakt eingehalten werden muss. Denn ein Grundprinzip ist: Nur drei Mahlzeiten am Tag, dazwischen mindestens fünf Stunden nichts. Auch kein Bonbon oder Kaugummi. „Man muss auf lieb gewonnene Gewohnheiten verzichten und selbst kochen“ , berichtet der Dietzenbacher. Doch trotz der harten Umstellungsphase: „Es tritt sehr schnell ein Wohlfühleffekt ein“, hat Steinheimer am eigenen Leib erfahren. Nach einigen Wochen darf dann ab und zu auch geschummelt und beispielsweise ein Schlemmerwochenende eingelegt werden.

Jetzt fühlt er sich wohl

Überzeugt durch die persönlichen Erfahrungen, ließ sich der 38-Jährige noch während seiner Zeit als Banker bei „Metabolic Balance“ zum medizinisch geprüften Ernährungsberater ausbilden.

Holger Steinheimer fühlt sich jetzt wohl – in seinem Beruf und mit seinem Körper.

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