Gerührt nicht geschüttelt

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Barkeeper Franz Schmidauer überzeugte die Jury bei der Hessen-Meisterschaft in Frankfurt mit einem gerührten Cocktail.

Frankfurt – Nicht nur schmecken, sondern auch gut aussehen muss der Cocktail, mit dem es der Barkeeper zum Titel schafft. Franz Schmidauer hat mit seinem Rezept die Jury im Innside Hotel in Frankfurt überzeugt und ist jetzt offiziell Hessens bester Barkeeper. Von Angelika Pöppel

In fünf Minuten fünf Cocktails mit bis zu zehn Zutaten mischen und dabei noch Fragen der Jury beantworten. Das alles muss Hessens bester Barkeeper können. Franz Schmidauer holte sich nach zehn Stunden in der 22 Lounge im Frankfurter Innside Hotel den Titel hessischer Meister. Sein gerührter Cocktail mit Campari, Likör 43, Tanqueray Gin, Holunderblütensirup, Jasmintee und Grapefruit Bitter schmeckte den Juroren. Dazu servierte er eine Praline mit Jasmintee-Geschmack.

Die besten Hessischen Barkeeper: Sascha Thieben (von links), Franz Schmidauer und Ioannis Artemis.

„‚Mach mir einen Drink – lass dir etwas einfallen‘, dass höre ich ständig von meinen Gästen“, sagt der 39-Jährige. Und auch im Finale musste er spontan sein. „Das fand ich sehr gut, denn schließlich ist das die Hauptaufgabe eines Barkeepers“, sagt Schmidauer. Drei Spirituosen- Marken gab die Jury in der letzten Runde vor und innerhalb von zwei Minuten durfte er aus dem Sortiment wählen. „Ich habe mich an das Grundrezept des Daiquiris gehalten, das habe ich im Kopf“, sagt er. Campari, Likör 43, Rhabarbernektar und Limettensaft verwandelte er in drei Minuten zu einem leckeren Drink – gerührt nicht geschüttelt.

Der Barkeeper hat schon viele Preise gewonnen doch dieser Titel ist für ihn der größte Erfolg. Damit qualifizierte er sich auch für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft am 25. Juli in der Frankfurter Union Halle. Auch Sascha Thieben auf dem zweiten Platz und Ioannis Artemis auf dem Dritten dürfen an der Meisterschaft teilnehmen

Der hessische Meister kann es kaum erwarten. Denn er treffe auf Wettkämpfen immer bekannte Gesichter: „Es ist, wie ein Familientreffen.“

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