Wie sich Reisende im Notfall richtig verhalten

Geldbörse weg: Was Urlauber wissen müssen

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Wenn gleichzeitig Führerschein, Ausweis und Versichertenkarte verschwinden, muss auch im Urlaub gehandelt werden.

Frankfurt – Wenn der Geldbeutel abhanden kommt, ist das ärgerlich. Passiert das im Urlaub, sind die Probleme für die Betroffenen besonders groß. Auf was auf Reisen zu achten ist, erklärt Margit Schneider, Leiterin des Sicherheitsmanagements Zahlungskarten bei Euro Kartensysteme. Von Janine Drusche

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Ferienzeit ist Urlaubszeit: Viele Menschen reisen ins Ausland, freuen sich auf eine entspannte Zeit fernab von zuhause. Doch was tun, wenn das Geld knapp wird oder die Tasche mit wichtigen Dokumenten verloren geht? Um Schwierigkeiten im Urlaub zu vermeiden, sollten Reisende ein paar Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Reisezahlungsmitteln und Ausweispapieren beachten. Margit Schneider, Leiterin des Sicherheitsmanagements Zahlungskarten bei Euro Kartensysteme in Frankfurt, hat für die EXTRA TIPP-Leser die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

A) Gleich nach der Ankunft im Hotel gehören Wertsachen in den Safe, denn das Zimmer oder der Mietwagen sind keine sicheren Aufbewahrungsorte.

B) Unterwegs nur den Tagesbedarf an Bargeld mitnehmen, eventuell noch Zahlungskarten, sie sind sicherer.

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C) Bargeld und Zahlungskarten können in einem Brustbeutel untergebracht werden, um Diebstahl vorzubeugen. Leicht zugängliche Außentaschen sind nicht gut geeignet. Man kann auch die Wertsachen auf mehrere Personen verteilen.

Wenn die Papiere abhandengekommen sind:

1. Pflicht: Nicht erst zuhause, sondern sofort die Karten sperren! Sonst zahlt die Bank keinen Betrugs-Ersatz. Die Sperrrufnummern für sämtliche Girocards und fast alle Kreditkarten sind auch aus dem Ausland rund um die Uhr erreichbar, unter: 0049 116116 oder 0049 0304050050. Der Sperr-Notruf 116116 aus Deutschland ist kostenfrei. 

Gebühren für Anrufe aus dem Ausland sind abhängig vom ausländischen Anbieter oder Netzbetreiber. „Zum Sperren braucht man Iban oder Kontonummer und Bankleitzahl“, sagt Margit Schneider. Dafür gibt es den SOS-Infopass im Internet auf www.kartensicherheit.de: „Den kann man ausdrucken und alles Wichtige eintragen.“

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2. Den Teilnehmerfinder nutzen: Unter www.sperr-notruf.de lässt sich im Internet herausfinden, welche der eigenen Dokumente zu sperren sind. Auch Personalausweise mit Identitätsfeststellung können hier erkannt und gesperrt werden.

3. Ohne Geldkarte oder bei gesperrter Karte an Geld kommen: „Bestohlene Kunden sollten sich zunächst mit ihrem Geldinstitut auseinandersetzen. Die Nummern also dabei haben, denn die Berater helfen“, sagt Schneider. Außerdem sollten Urlauber immer zwei verschiedene Karten dabei haben und diese getrennt aufbewahren.

4. Blitzüberweisung ohne Konto: Über Transferdienste wie Western Union oder Money Gram können Freunde von zuhause Geld überweisen. Dafür ist kein Konto nötig, nur der Ausweis muss vorgelegt werden.

Umtauschen oder Abheben: Die Urlaubskasse richtig füllen.

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