Am Goetheplatz in Frankfurt

Gegendemo zum angekündigten Naziaufmarsch in Frankfurt geplant

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Frankfurt - Nazi-Großdemo am 20. Juni in Frankfurt geplant: Römerbergbündnis ruft zur Gegendemo am Weltflüchtlingstag auf.

Am 20. Juni hat sich ein Naziaufmarsch von etwa 1000 Personen aus dem extrem rechten Lager in Frankfurt angemeldet. Unter dem Namen „Widerstand Ost/West“ werden sie auf dem Roßmarkt demonstrieren. Das Römerbergbündnis ruft deshalb für den selben Tag um 12 Uhr auf dem Goetheplatz, Ecke Steinweg zu einer Kundgebung unter dem Motto „Weltflüchtlingstag – gegen Nationalismus und Ausgrenzung – für ein weltoffenes Frankfurt“ auf.

Auf der Facebookseite des Veranstalters heißt es: "Deutschlands Zukunft ist gefährdet wie nie zuvor. Es geht um das biologische Überleben unseres Landes angesichts der von Linken massiv vorangetriebenen Immigrationswellen, die zum Ziel haben, das deutsche Volk zur Minderheit im eigenen Land zu machen." Der Seite folgen über 6000 Anhänger.

Harald Fiedler, Sprecher des Römerbergbündnisses und Vorsitzender des DGB Stadtverbandes Frankfurt: „Es ist unerträglich, dass gerade am Welttag des Flüchtlings Hetzparolen verschiedenster Ideologen aus dem rassistischen Spektrum gegen Menschen, die vor Krieg und politischer, religiöser oder ethnischer Verfolgung, vor Hunger, bitterer Armut, vor Umweltzerstörung und vor brutaler Menschenrechtsverletzungen ihre Heimat verlassen müssen, bei uns Asyl und Zuflucht finden, verbreitet werden sollen. Von den Ordnungsbehörden erwarten wir“, so Fiedler, „diesen Spuk zu unterbinden. Rassismus darf in Frankfurt keinen Platz haben.“

red

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