Die Gefahr lauert im Keller

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Die Rötelmaus verbreitet das Hanta-Virus.

Offenbach – Die extreme Vermehrung von Mäusen führt nicht nur zum Sterben eines ganzes Waldgebietes (der EXTRA TIPP berichtete), sondern verursacht auch eine ansteigenden Verbreitung der gefährlichen Hanta-Viren. Von Andreas Einbock

So berichtete der Extra Tipp über die Rötelmäuse.

Mit dem Virus haben sich bereits drei Menschen in Stadt und Landkreis Offenbach sowie im Kreis Darmstadt-Dieburg infiziert. Hessenweit sind es seit Jahresbeginn 83 Menschen, wie die Techniker Krankenkasse (TK) berichtet. „Das Virus ist sehr langlebig und widerstandsfähig. Es führt zu Symptomen wie hohes Fieber, Kopfschmerzen bis hin zum Nierenversagen“, sagt TK-Sprecherin Denise Jacoby. Übertragen werde es durch den Staub vom Kot und Urin der Rötelmaus, den Menschen beim Aufräumen oder Reinigen von Kellern, Böden, Schuppen oder Scheunen einatmen. „Eine Ansteckung verhindert man am besten mit gründlichen Lüften der Räume und Tragen eines Mundschutzes und Gummihandschuhe“, rät Jacoby. In Deutschland verlaufe die Krankheit zum Glück nicht tödlich. Allerdings gäbe es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezielle Therapie.

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