Rechte Chaoten in Frankfurt und Hofheim unterwegs

Fußballspiele abgesagt: Rechtsradikale zerfetzen Tornetze

Frankfurt/Hofheim - Gleich an mehreren Stellen in Frankfurt und auch in Hofheim waren am Wochenende rechtsradikale Graffitisprayer und Randalierer unterwegs. Sogar Fußallspiele mussten deshalb abgesagt werden.

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag besprühten laut Polizei Graffitisprayer den Kunstrasenplatz und das Sportlerheim auf dem Sportgelände im Ostpark mit Hakenkreuzen und rechtsradikalen Parolen. Zudem wurden die Tornetze zerschnitten und zerrissen. Alle geplanten Spiele für den Sonntag mussten abgesagt werden. Die Ermittlungen wurden aufgenommen, Hinweise auf den oder die Täter gibt es bisher nicht. In der gleichen Nacht wurde eine Mauer des Riedberg-Gymnasiums in der Friedrich-Dessauer-Straße verschandelt. Hier wurden mit goldener Farbe unter anderem zwei Hakenkreuze aufgesprüht. Am Freitagabend wurde ein 17-Jähriger vorläufig festgenommen, der ebenfalls mit goldener Farbe Graffiti ohne politischen Hintergrund in der Spielsgasse an Wände schmierte. Derzeit wird geprüft, ob er auch für die Mauer am Gymnasium verantwortlich ist. Ein Zusammenhang zwischen beiden Taten wird nach bisherigem Kenntnisstand nicht vermutet.

Und auch in Hofheim haben Rechtsradikale ihre Zeichen hinterlassen.  Unbekannte haben am frühen Samstagmorgen in Schwalbach Hakenkreuze auf einen geparkten Pkw geschmiert. Der Geschädigte hatte den Smart Fortwo gegen 0:30 Uhr im Ostring, in Höhe der Hausnummer 48, abgestellt. Als er gegen 03:00 Uhr wieder zu dem Wagen zurückkehrte, stellte er die Schmierereien fest, die mit einer kreideartigen Substanz aufgebracht worden waren. Da sich das Material rückstandslos entfernen ließ, entstand kein Sachschaden. Die Kriminalpolizei Hofheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Der polizeiliche Staatsschutz wurde eingeschaltet um zu prüfen, ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter Telefon (06192) 2079-0 zu melden.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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