Warum es in Frankfurt manchmal stinkt ...

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Mit dem Frühling kommt auch der Kanal-Geruch.

Frankfurt – Plusgrade im zweistelligen Bereich: Der Frühling kommt. Doch mit ihm auch ein in Großstädten wie Frankfurt weit verbreitetes Phänomen: Übler Gestank, vermeintlich aus Gullis und Kanälen. Doch Roland Kammerer von der Stadtentwässerung Frankfurt weiß aus Erfahrung, dass nicht immer die Kanäle schuld sind. Von Jennifer Dreher

„Fast die Hälfte der Beschwerden wegen Geruchsbelästigung lassen sich bei Eintreffen vor Ort nicht mehr feststellen“, berichtet er. Denn vor allem in der Innenstadt Frankfurts gibt es viele Gebäude, die Hebeanlagen haben. Das sind Anlagen, die das Abwasser rückstausischer in die Kanalisation leiten. „Wenn die Anlage das Abwasser lange nicht abgepumpt hat, dann gärt es“, erklärt Kammerer. Wenn es dann abgeleitet wird, kommt es zu kurzzeitigen extremen Geruchsentwicklungen. Die halten nur wenige Minuten an.

Fettabscheider riechen besonders extrem

Ein weiterer Grund, warum es in Frankfurt häufiger schlecht riecht, als anderswo: Die zahlreichen Gastronomiebetriebe in der Stadt haben Fettabscheider. Die trennen Fette und Öle vom Abwasser. „Sonst würden die Kanäle verkleben“, sagt Kammerer. Sie sorgen häufig für unangenehme Gerüche.

Die belästigen besonders häufig im Sommer die Nasen der Frankfurter. Denn durch Trockenheit und Hitze gärt das Abwasser und steht in den Kanälen. „Manchmal hilft da nur noch eine Kanalreinigung“, berichtet Kammerer.

Wenn Bürger sich von Gerüchen belästigt fühlen, dann können sie diese der Stadt melden. „Wir gehen der Sache dann auf den Grund“, verspricht Kammerer.

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