Das Frosch-Massaker hat ein Ende

Von Norman KörtgeMühlheim - Jahrelang fand an der Obertshäuser Straße bei Mühlheim-Lämmerspiel ein Frosch-Massaker statt. Tausende von Tieren wurden bei ihrer Wanderung von Autos zerquetscht, zerfetzt und zermalmt. Übrig blieb nur eine schmierige Masse.

Doch seit diesem Jahr gibt es einen Schutzzaun und die rettenden Hände von Anne Schleißner und weiteren Ehrenamtlichen.

Der Schutz ist so simpel. Ein strapazierfähige, etwa 30 Zentimeter hohe Plastikplane, Metallheringe zur Befestigung, ein paar tiefe Eimer und fertig ist die mobile Frosch-Rettungsfalle. Denn in den Eimern an der Obertshäuser und Steinheimer Straße in Mühlheim-Lämmerspiel müssen die Amphibien nur ein paar Stunden aushalten, bevor sie sicher über die Straße zu ihren Laichplätzen getragen werden.

Anne Schleißner hat am Mittwoch dieser Woche alleine 179 Frösche sicher über die Steinheimer Straße gebracht. Schleißner arbeitet bei der Stadt Mühlheim im Fachbereich Stadtökologie. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund, der Stadt Mühlheim und des Kreises Offenbach koordiniert sie die Frosch-Schutzaktion. Nicht nur vom Schreibtisch aus. In ihrer Freizeit packt Schleißner selbst mit an. Und sie wirbt um weitere Ehrenamtliche, die mithelfen. 15 hat sie schon gewonnen.

Wie Dagmar Klatt aus Offenbach. Sie ist zum ersten Mal dabei. "Ich finde es schrecklich, wenn die Tiere überfahren werden", erzählt sie: "Außerdem finde ich Frösche ganz toll. Wann sieht man die denn noch in der Natur." Sie kontrolliert nun einmal in der Woche den Schutzzaun an der Obertshäuser Straße und trägt Tiere über die Straße. Ihr Beitrag im Kampf gegen das Artensterben. Weitere Infos bei Anne Schleißner unter Tel.:  (06108) 601-821.

Kommentare