Freie Fahrt für Linie 18

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Probefahrt: Die VGF-Mitarbeiter werden in die neue Strecke eingewiesen.

Frankfurt – Seit 2009 wurde gebaut, jetzt ist das Ende Frankfurts nervigster Baustelle in Sicht. Am Dienstag hat die Betriebsfahrschule der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mit der Einweisung ihrer Straßenbahnfahrer auf der Linie 18 begonnen. Von Mareike Palmy

„So, jetzt mit etwa 20 Km/h um die Kurve. Danach geht es leicht bergab, also Vorsicht“, warnt Tram-Fahrlehrer Patrick Keil seine Schüler. Seit Dienstag lerntdie VGF das Betriebspersonal für die dreieinhalb Kilometer lange Strecke zwischen Sachsenhausen und Preungesheim an. Dabei lernen die Mitarbeiter die Besonderheiten der Route kennen. „Jede Neubau-Strecke braucht eine Einweisung. Wir machen diese Testfahrten, damit jeder Fahrer weiß, worauf zu achten ist. Signale, Weichenstellungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Engpässe der Strecke müssen vorab bekannt sein“, erklärt VGF-Fahrlehrer Keil.

Am 11. November fährt die Bahn kostenlos

Fahrlehrer Patrick Keil zeigt VGF-Mitarbeiter André Böhme, wo‘s lang geht.

Bis zur Inbetriebnahme in drei Wochen werden er und sein Kollege Volker Esser mit 300 Fahrschülern alle Schikanen zwischen Lokalbahnhof und der zukünftigen Endhaltestelle Gravensteiner Platz abgefahren haben. Insgesamt 13 Fahrer der Frankfurter Verkehrsgesellschaft lenken nach der Inbetriebnahme abwechselnd die neue Tram.

„Das ist keine schwierige Route. Man braucht rund 28 Minuten vom Start bis zum Ziel“, weiß VGF-Mitarbeiter André Böhme. Seit zwanzig Jahren fährt er nun Straßenbahn in Frankfurt und war schon bei einigen Fahrschul-Fahrten dabei. Auf die neue Strecke freut er sich: „Das bringt Abwechslung in unsere Routen“, sagt der Straßenbahnfahrer.

55 Millionen Euro kostet die neue Trasse vom Norden in den Süden der Stadt. Ab 11. Dezember transportiert die Straßenbahn-Linie 18 dann Fahrgäste. Am ersten Tag sogar kostenlos. Mit einem großen Fest soll die Trasse eröffnet werden. Bis es aber soweit ist, hat die VGF noch einiges zu tun: An den acht neuen Haltestellen fehlen nämlich noch Sitzbänke, Anzeigetafeln, Fahrkartenautomaten und die komplette Beleuchtung.

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