Für 14 Millionen zusätzliche Passagiere

Fraport reicht Bauantrag für drittes Terminal ein

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Frankfurt - Fraport macht Dampf: Der Frankfurter Flughafenbetreiber hat jetzt den Bauantrag für ein drittes Terminal abgegeben. Das Projekt gilt bei Oppositionsparteien und Fluglärmgegnern als heftig umstritten.

Unmittelbar vor der hessischen Landtagswahl hat der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport den Bauantrag für das umstrittene dritte Passagier-Terminal gestellt. Die Unterlagen für den ersten Abschnitt seien bei der zuständigen Bauaufsicht der Stadt Frankfurt eingereicht worden, berichtete das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag.

Der beantragte Gebäudeteil umfasst das zentrale Empfangsgebäude sowie zwei Flugsteige, mit denen ab 2021 rund 14 Millionen zusätzliche Passagiere abgefertigt werden könnten. Die Bauarbeiten sollen laut Fraport im Jahr 2015 beginnen. Die Oppositionsparteien hatten einen Verzicht oder zumindest einen vorläufigen Stopp für das Projekt mit einer Gesamtkapazität von 25 Millionen Passagieren verlangt.

Extra Autobahnanschluss für Terminal 3

Laut Analyse und Prognose der Verkehrsentwicklung geht Fraport davon aus, dass die derzeitigen Kapazitäten in Terminal 1 und Terminal 2 noch etwa für die nächsten sieben bis acht Jahre ausreichen. Die Grundfläche des ersten Bauabschnitts soll etwa 90.000 Quadratmeter betragen, die Geschossfläche (BGF) rund 306.000 Quadratmeter, was ungefähr 62 Fußballfeldern entspricht. An den beiden Flugsteigen des ersten Bauabschnitts wird es 24 Gebäudepositionen für die Flugzeugabfertigung geben (im Vollausbau 50). 

Die Vernetzung des Terminals 3 mit den Terminals 1 und 2 und den Bahnhöfen wird durch die Erweiterung der Gepäckförderanlage und des Passagier-Transfersystems „Skyline“ sichergestellt. Zudem soll das neue Terminal einen zusätzlichen Autobahnanschluss und ein eigenes Parkareal mit mehr als 2.500 Stellplätzen.

red/dpa

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