Anlaufstelle für Drogenabhängige

Frankfurts größte Fixerstube öffnet wieder für Süchtige

Frankfurt - Vier sogenannte Druckräume für Drogenabhängige gibt es in Frankfurt. Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) eröffnet den größten davon heute frisch renoviert und mit neuem Konzept wieder.

Die Einrichtung im Bahnhofsviertel bietet zwölf Plätze für Heroin-, Crack- und Kokainsüchtige; insgesamt gibt es 37 solcher Plätze in Frankfurt. Rund 4500 Abhängige nutzen dem Drogenreferat zufolge die Fixerstuben. Etwa 195.000 mal wurden dort im vergangenen Jahr Drogen unter hygienischen Bedingungen und den Augen geschulter Mitarbeiter konsumiert - 167.000 mal davon wurde das Rauschgift intravenös gespritzt. Die Konsumräume gehören zum sogenannten Frankfurter Weg der Drogenpolitik. Dieser basiert neben der Überlebenshilfe noch auf drei anderen Säulen - Prävention, Beratung und Repression - und gilt als Erfolgsmodell.

Der erste Druckraum in Deutschland wurde im Dezember 1994 in Frankfurt eröffnet. Inzwischen gebe es in 15 Städten in sechs Bundesländern solche Konsumräume, sagte die Leiterin des Drogenreferats, Regina Ernst. Von den insgesamt 24 Einrichtungen hat Frankfurt nach Hamburg (5) die meisten. In anderen hessischen Städten gebe es dieses Angebot für Suchtkranke nicht.

dpa

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