Frankfurter Volksfest bleibt Publikumsmagnet

Wäldchestag: Tradition mit Zukunft

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Feiern im Schatten des Stadtwaldes: Nur in Frankfurt ist der höchste Pfingstfeiertag der Wäldchestag.

Region-Rhein-Main – Trotz des breiten Freizeitangebotes an Volksfesten, Partys oder Konzerten ist der Wäldchestag so gefragt wie eh und je. Mehr noch: Die Verbindung aus Feiern und Brauchtum hat Bestand für die Zukunft. Von Dirk Beutel 

Der Wäldchestag hat am Samstag, 7. und Sonntag, 8. Juni von zwölf bis ein Uhr geöffnet. Am Montag, 9. und Dienstag, 10. Juni von zwölf bis 24 Uhr. Mehr Informationen gibt es auch unter www.frankfurt-tourismus.de

Früher galt er als Nationalfeiertag der Frankfurter. Das war zu einer Zeit, als die Geschäfte und Betriebe am Dienstag nach Pfingsten spätestens um die Mittagszeit geschlossen hatten. „Damals war es ein absolutes Muss ab zwölf Uhr in den Stadtwald zu gehen. Dann war da kein Durchkommen mehr“, sagt Kurt Stroscher, Veranstaltungsmanager der FrankfurterTourismus+Congress GmbH. Doch dieser Brauch wird mittlerweile fast nur noch von der Stadtverwaltung am Leben erhalten. Heute kommen die Besucher eher zwischen dem späten Nachmittag und dem frühen Abend. Stroscher: „In der heutigen globalen Welt ist die Frankfurter Bevölkerung vielschichtig und multikulturell. Jeder hat seine Form der Identifikation mit dem Wäldchestag.“

Doch die Begeisterung um die Party im Wald ist im Grunde nie verblasst. An den vier Tagen strömen bis zu 300.000 Menschen in den Stadtwald. Dabei ist noch immer der Dienstag mit bis zu 100.000 nach wie vor der besucherstärkste Tag. Doch das Publikum ist im Laufe der Zeit auch anspruchsvoller geworden: „Es hängt sehr viel davon ab, wie an diesem Tag das Wetter ist und dass das Angebot stimmt“, sagt Stroscher. Und beim Wäldchestag liegt der Schwerpunkt klar auf der Gastronomie: Über 50 Betriebe bieten ihre Leckereien an. Was aber den Wäldchestag so besonders macht, ist der Mantel des Stadtwalds. „In dieser Dimension ist das bundesweit einzigartig“, sagt Stroscher. Und dieses Plus werde dem Wäldchestag auch in 15 Jahren eine Renaissance bescheren. Das zumindest prophezeit ihm Kurt Stroscher: „Man wird an dem Bewährten innerhalb neuzeitlicher Strukturen festhalten. Und deshalb kann dieses Fest entspannt in die Zukunft sehen.“ Umso schöner wäre es, wenn dann auch wieder mehr Unternehmen in Frankfurt an diesem Tag etwas früher Feierabend machen würden.

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