Essen für das Klima

Klimaschutz geht durch den Magen

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Eine Portion Pommes (300 Gramm), ein Schnitzel aus Rind- oder Schweineflisch (500 Gramm) und eine Portion Ketchup ist für die Umwelt noch schädlicher als eine Autofahrt von 50 Kilometern.

Frankfurt – Wie viel CO2 haben wir bei unseren Mahlzeiten auf dem Teller? Wie ernähren wir uns klimafreundlich? Der Frankfurter VeggiDay am 25. September gibt Antworten. Von Fabienne Seibel

Der Verzicht auf Fleisch liegt voll im Trend und sogar die vegane Ernährung findet immer mehr Anhänger. In Deutschland haben sich mittlerweile einige Städte zur Einführung des VeggiDays, an denen sich öffentliche sowie private Einrichtungen verpflichten, in ihren Großküchen nur vegetarisches Essen anzubieten, entschlossen. Während des Bundestagswahlkampfes führte die Forderung der Grünen, den VeggiDay als Standard einzuführen, jedoch zu Aufregung und Empörung. Doch der Fast-Food-Burger, das importierte Obst und die Tiefkühlpizza – alles was wir essen, verursacht CO2-Ausstoß durch Herstellung und Transport.

Viele Menschen wissen jedoch gar nicht, inwiefern sich ihre Ernährung auch auf das Klima auswirkt.

Fragen rund um bewusste und klimafreundliche Ernährung thematisiert am Mittwoch, 25. September, der Frankfurter VeggiDay, den das Energiereferat und das Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt“ ausrichten.

Beim VeggiDay geht es um den Zusammenhang zwischen CO2-Emission, (Kohlenstoffdioxid) und Ernährung sowie darum, Neues und Umweltfreundliches auszuprobieren.

Viele Kantinen, Caterer, Restaurants und Mensen bieten an diesem Tag mindestens ein vegetarisches Gericht an oder kochen rein vegetarisch, ohne Fleisch und Fisch. Zudem gibt es noch bis zum 25. September in der Frankfurter Zentralbibliothek die kostenlose Klimagourmet-Ausstellung, die klimafreundliche Ernährung durch einen Parcours erlebbar macht. Stationen zeigen, wie viele Treibhausgase bei der Produktion und Zubereitung von Lebensmitteln entstehen und es wird auf die weltweiten Auswirkungen unserer Ernährung eingegangen.

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Laut dem Deutschen Vegetarierbund gehören zu den Klima-Killern vor allem Fleisch und Produkte, zu deren Herstellung viel Milch verwendet wird, wie zum Beispiel fetthaltiger Käse. Ihnen wird die Verantwortung für die Hälfte aller Treibhausgase zugesprochen. Wer die Umwelt schonen möchte, sollte weniger Fleisch essen, sagt der Deutsche Vegetarierbund und beruft sich dabei auf eine eine Studie der Technischen Universität Wien.

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