Fiese Masche geht schief

Polizei nimmt schreiendes Betrügerpaar fest

Frankfurt - Ziemlich dreist geht gestern ein junges Betrügerpärchen gegen einen 82 Jahre alten und sehbehinderten Mann vor. Als Polizeibeamte sie schließlich am Höchster Bahnhof festnehmen, wird es plötzlich laut. 

Zum wiederholten Male hatte die 18-jährige junge Frau zuvor Kontakt zu ihrem betagten Opfer aufgenommen und angegeben, für eine erneute Krebs-Operation weitere 21.000 Euro zu benötigen. Mit der gleichen Masche hatte sie den Rentner bereits im Oktober 2014 mit zwei Komplizen um insgesamt über 63.000 Euro gebracht. Der gutgläubige Rentner hatte unter dem Eindruck dieser vorgetäuschten Notlagen damals mehrere Geldübergaben zugelassen. Dieses Mal ging er zum Schein auf die Forderung ein und verständigte aber seinen Anwalt, der die Polizei alarmierte.

Um die aktuell gewünschten 21.000 Euro zu erhalten, verabredete man sich zur Geldübergabe am Höchster Bahnhof. Nach diversen Telefonaten und mit zweistündiger Verspätung erschien die staatenlose 18-Jährige in der Bahnhofshalle. In ihrer Begleitung kam der angebliche Lebenspartner, ein 25-jähriger Türke, der allerdings Abstand hielt und abgesetzt mit einem einjährigen Kind im Kinderwagen offenbar Schmiere stand.

Unter großem Geschrei beider Beschuldigten, die sich auch an die Öffentlichkeit wandten, erfolgte die vorläufige Festnahme von beiden. Beim Polizei-Notruf gingen während der Festnahme mehrere Anrufe ein. Die bereits mehrmals polizeilich in Erscheinung getretenen Tatverdächtigen kamen nach Abschluss der polizeiliche Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß.

red

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Rubriklistenbild: © dpa

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