Die Fleißigsten gewinnen 5.000 Euro

Frankfurter FES lässt Schüler alte Handys sammeln

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Benjamin Scheffler (von links), Dirk Remmert, Rosemarie Heilig und Katja Bühring-Uhle gehen mit gutem Beispiel voran und stecken alte Handys in die Sammeltonne.

Frankfurt - Kampf dem Elektroschrott: Die FES stellt Ende März Sammeltonnen für alte Handys in Frankfurter Schulen auf. Von der Aktion sollen beide Seiten profitieren: Den fleißigsten Sammlern winken Geldpreise, die FES will die Telefone besser recyceln.

„Frankfurt ist die nachhaltigste Stadt der Welt“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig anlässlich eines Gesprächs bei der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES). So hat es jedenfalls die niederländische Planungs- und Beratungsagentur Arcadis vor vier Wochen gesehen, die zusammen mit einem Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut 50 Städte weltweit untersuchte. Da kommt die neue Handy-Sammelaktion der FES gerade richtig: „Handys haben in der Müllverbrennungsanlage nichts verloren“, betonte Heilig. Für die Aktion wünscht sie sich eine große Beteiligung: „Dann haben wir alle etwas davon.“

„Die FES startet damit bereits die dritte Runde zum Sammeln von Elektroschrott“, erklärte Geschäftsführer Dirk Remmert. Vor zwei Jahren konnten Kleingeräte in Supermärkten abgegeben werden, 2014 wandte sich die FES an Vereine, um Handys einzusammeln. Nun sind die Schulen an der Reihe. Auch dabei geht es um Handys und deren wertvolle Rohstoffe. „Goldbarren finden sich in keinem Handy, für den Einzelnen lässt sich das also nicht in klingende Münze umsetzen. Aber die Masse macht es“, sagte Benjamin Scheffler, ebenfalls FES-Geschäftsführer. Rund 30 Metalle und Edelmetalle wie Gold, Silber und Palladium sind in den Mobiltelefonen enthalten und können so wieder genutzt werden.

„Wir haben alle knapp 200 Schulen in Frankfurt angeschrieben und hoffen, dass sich viele melden“, erläuterte Marketingleiterin Birgit Holm. Bis zum 27. März können sich die Schulen für die Aktion anmelden. „Dann liefern wir verschließbare Handy-Sammeltonnen an die Teilnehmenden“, sagte Holm. Die Tonnen sind mit einem Sichtfenster versehen, so kann man beobachten, wie voll die Behälter sind. Zwei Monate Zeit, vom 11. Mai bis zum 10. Juli, bleiben zum Sammeln. Ein Wettbewerb begleitet die Aktion: Anteilig zur Schülerzahl wird ausgewertet, welche Bildungseinrichtung die beste beim Sammeln ist. Der Sieger erhält 5.000 Euro für die Schulkasse, der zweite 3.000 Euro und die drittplatzierte Schule 1.000 Euro. Gute Gründe, da mitzumachen. Außerdem gibt es unter www.fes-frankfurt.de ein Gewinnspiel, bei dem Schüler wertvolle Preise erhalten können.

„Wir wollen nicht nur wertvolle Rohstoffe aus den Handys recyceln, sondern auch Wissen vermitteln“, unterstrich Holm. Deshalb wird vom Kooperationspartner Umweltlernen eine Lehrerfortbildung angeboten.

jf

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